Red Bull Racing kann sich nach dem Sieg in Malaysia am letzten Wochenende und dem Sieg im Singapur-Sprint am Samstagvormittag mit der Pole Position von Max Verstappen für das Formel-1-Rennen morgen berechtigte Hoffnungen auf den nächsten Rennsieg machen. In einer Saison, die für die Bullen lange gar nicht nach Plan gelaufen ist, ein bemerkenswerter Umschwung.

Allerdings spürt von diesem auf dem Marina Bay Street Circuit nur die Garagenseite von Max Verstappen etwas. Für Isack Hadjar wurde der Qualifying-Tag in Singapur zu einem ausgewachsenen Desaster, und dafür konnte der Franzose selbst eigentlich nichts. Denn gleich zweimal wurde er innerhalb weniger Stunden von einem technischen Problem erwischt. "Es ist einfach ein Desaster. Heute hätte ich gleich in Paris bleiben können, es wäre dasselbe rausgekommen", bilanzierte Hadjar frustriert

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Isack Hadjar: Motorschaden im Sprint, Getriebeschaden im Qualifying

Zunächst einmal war da der Sprint, in welchem ihm schon vom Start weg Leistung fehlte und Hadjar schließlich in der dritten Runde seinen Boliden abstellen musste. Der Motor an seinem Red Bull hatte schlappgemacht. "Ich hatte am Start schon keine Leistung und dann hat er sich sehr schlecht angehört", fasste er diesen Auftritt in wenigen Worten zusammen. Schon nach dem Sprint-Qualifying hatte Hadjar von Motorproblemen berichtet, die ihm neben allgemeinen Problemen mit dem Handling des Autos viel Zeit gekostet hatten.

Dass nach dem Abstellen im Sprint auch noch ein Feuer an seinem RB22 ausbrach und gelöscht werden musste, erschwerte die Reparaturarbeiten für seine Mechaniker etwas. Für das Qualifying bekam man den Boliden aber wieder fit, doch dieser hielt gerade lange genug, damit Hadjar den Red-Bull-Leuten für ihre Arbeiten danken konnte.

Nach nur eineinhalb Runden ging es für Hadjar direkt in die Auslaufzone, da er nicht mehr Gänge wechseln konnte: das Getriebe hatte schlappgemacht. Auch ein zweiter Anlauf wenige Minuten vor dem Ende von Q1 blieb erfolglos. Der WM-Achte konnte keine einzige gezeitete Runde beenden.

Hadjar war nach dem Formel-1-Qualifying ungehalten: "Das kotzt mich an. Ich will einfach nur meine Runden fahren, auf einem neuen Reifen nach dem anderen rausgehen und jetzt kann ich das nicht machen. Das kotzt mich einfach wirklich an."

Bei Red Bull hat man Verständnis für den Ärger von Hadjar. Teamchef Laurent Mekies sagte: "Ich möchte mich bei Isack entschuldigen, denn er konnte an diesem Wochenende sehr wenig auf der Strecke fahren." Das Getriebeproblem wird im Moment noch untersucht, von einem Zusammenhang mit dem Motordefekt am Vormittag geht man nicht aus.

Da Hadjar die 107-Prozent-Regel nicht erfüllt hatte, war für die Teilnahem am Rennen überhaupt erst eine offizielle Genehmigung durch die Stewards erforderlich. Eine reine Formalität, die aber zur Folge hat, dass Hadjar in der Startaufstellung ganz nach hinten muss, also noch hinter jene Piloten, die für den Grand Prix von Singapur Motorstrafen ausfassen.

Überholen ist auf der Straßenstrecke im Herzen des Stadtstaats bekanntermaßen schwierig, aber Mekies zeigte sich optimistisch, dass sein Pilot auf Punktejagd gehen kann: "Von ganz hinten zu starten, macht es schwierig, aber er hat in dieser Saison oft gezeigt, dass er jede Herausforderung richtig angeht und er wird morgen kämpfen, um durch das Feld zu kommen."

Das ist die Startaufstellung für das F1-Rennen in Singapur morgen: