Neuigkeiten aus dem Audi-Universum: Nachdem Jonathan Wheatley aus persönlichen Gründen überraschend seinen Posten als Teamchef abgegeben hat, erhält Audis F1-CEO Mattia Binotto Verstärkung. Wie Audi offiziell bekanntgab, wird Allan McNish künftig als Renndirektor des Formel 1-Teams fungieren.

"Dies ist eine spannende Herausforderung in einem entscheidenden Moment in der Geschichte von Audi und der Formel 1, und ich freue mich darauf, noch direkter zu unserer Leistung an der Rennstrecke beizutragen", sagt McNish. Bislang war der 56-jährige Schotte für die Leitung des Audi-Juniorenprogramms verantwortlich. McNish kann auf eine lange Historie mit Audi zurückblicken: Gleich zweimal gewann er mit den Ingolstädtern das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Zudem bekleidete der frühere F1-Pilot bereits mehrere Führungspositionen, darunter die des Koordinationsleiters für den Audi-Konzernmotorsport sowie die des Teamchefs von Audi Sport ABT Schaeffler in der Formel E. "Allan bringt eine außergewöhnliche Kombination aus Rennerfahrung, technischem Verständnis und Führungsqualität in diese Rolle ein. Er ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil der Motorsportstruktur von Audi und hat in seinen Funktionen innerhalb des Audi F1 Teams seit dessen Gründung eine Schlüsselrolle gespielt", erklärt Mattia Binotto.

Umstrukturierung in der Führungsebene

Die Bekanntgabe von Jonathan Wheatleys Ausscheiden erfolgte unmittelbar vor dem dritten Saisonrennen in Japan. Der Brite hatte die Position lediglich ein Jahr inne und gemeinsam mit dem operativen Leiter des F1-Projekts, Mattia Binotto, eine Doppelspitze gebildet. Binotto übernahm nach Wheatleys Abgang dessen Aufgaben und suchte parallel eine Person, die ihm den Rücken freihält - aber ihm eben nicht in selbigen fällt, wenn es um Machtfragen geht.

Mit McNish scheint er nun die Idealbesetzung gefunden zu haben. "Allans Ernennung stärkt unsere Führung an der Rennstrecke in einer entscheidenden Phase unseres Projekts. Seine Fähigkeit, alle leistungsrelevanten Bereiche - vom sportlichen Betrieb bis zur Fahrerentwicklung - miteinander zu verknüpfen, wird für den weiteren Aufbau unseres Teams von grundlegender Bedeutung sein", so Binotto abschließend.

Audis F1-Dilemma 2026: Schnell, aber nicht standfest genug? (21:36 Min.)