Die Formel 1 wird beim dritten Rennen der Saison 2026 in Suzuka mit unverändertem Reglement starten, wie Motorsport-Magazin.com erfuhr. Am Donnerstag nach dem China GP zogen FIA, Formel 1 und die elf Teamchefs in einem virtuellen Meeting ein erstes Fazit zu den neuen Regeln.

Das Meeting war bereits vor einiger Zeit anberaumt worden, um auf mögliche Probleme des 2026er F1-Reglements schnell reagieren zu können. Doch die Parteien waren sich nach den ersten beiden Rennwochenenden einig, keine überhasteten Änderungen vorzunehmen.

Mit der Rennaction zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Für die von den Piloten teilweise aufgebrachten Sicherheitsbedenken sehen sie keinen akuten Handlungsbedarf. Allerdings ist auch den Entscheidungsträgern klar, dass im Qualifying Bedarf zur Nachjustierung besteht.

Während viele Fahrer an den Rennen aufgrund der zahlreichen Duelle Gefallen fanden, gab es in der Qualifikation kaum positive Stimmen. Selbst Piloten, die dem Reglement eigentlich positiv gegenüberstehen, äußerten Kritik.

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Das Problem ist nicht die Pace der neuen Autos. Der 2026er Generation fehlen teilweise nur wenige Sekunden auf die Bestzeiten des Vorjahres. Allerdings holen die Autos die Rundenzeit beim Beschleunigen. Auf längeren Geraden ist selbst im Qualifying-Trimm Lift and Coast angesagt. Schnelle Kurven verlieren so ihren Reiz.

Um Schnellschüsse zu vermeiden, wurden aber für den Japan GP in einer Woche keine Änderungen vorgenommen. Die lange Pause nach Suzuka aufgrund der abgesagten Nahost-Rennen im April gibt den Verantwortlichen Zeit, weiter an Lösungen zu arbeiten.

Weniger Leistung die Lösung für das Qualifying?

Die Reduktion der maximalen MGU-K Leistung von derzeit 350 Kilowatt könnte eine Lösung sein. Die Rundenzeiten würden zwar darunter leiden, die Piloten könnten so aber wieder mehr Vollgas fahren.

Auch ein stärkeres Superclipping ist eine mögliche Lösung. Derzeit darf die MGU-K bei Vollgas maximal mit 250 Kilowatt rekuperieren. Soll mehr Energie an der Kurbelwelle eingesammelt werden, müssen die Piloten vom Gas gehen. Erhöht man die Grenze für das Superclipping auf die vollen 350 kW, können die Piloten zumindest voll auf dem Gas bleiben. Perfekt ist keine der Lösungen, kurzfristig wird es aber wohl keine vollständige Abhilfe für die Probleme geben.

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