Es hatte sich schon seit dem Training am Freitag abgezeichnet, dass George Russell bei der Formel 1 in Miami wenig zu feiern haben wird. Der Mercedes-Pilot war bereits im FP1 klar langsamer als Andrea Kimi Antonelli und konnte diesen Trend auch im Rennen nicht umkehren. Stattdessen kam er nur durch glückliche Umstände überhaupt zu einem vierten Platz, während sein Teamkollege den dritten Sieg in Serie feiern konnte.
"Das Ergebnis hätte schlechter sein können. Aber es war ein sehr schwieriges Rennen. Die Pace auf meiner Seite war sehr schlecht", stellte er fest. Durch den Sieg von Antonelli verlor Russell erneut an Boden im sich abzeichnenden WM-Kampf und liegt nun bereits 20 Punkte zurück, also fast einen kompletten Rennsieg.
Formel 1 Tabelle: F1 WM Stand 2026
George Russell will frustrierendes Miami-Wochenende abhaken
Aus der Ruhe will er sich davon trotzdem nicht bringen lassen. "Es ist natürlich ein bisschen frustrierend, aber ich denke, über ein komplettes Jahr wird das immer manchmal der Fall sein, dass so etwas vorkommt", sprach er nach dem Rennen. Mit dem äußerst glatten Asphalt auf der temporären Strecke rund um das Hard Rock Stadium kam Russell überhaupt nicht zurecht, und das nicht erst an diesem Wochenende.
Schon 2025 kam er auf dem Miami International Autodrome nicht in die Gänge und leistete sich seine damals erste teaminterne Niederlage gegen Antonelli. "Es ist ein komischer Ort und es war ein komisches Wochenende. Ich bin sehr froh, dass es vorbei ist", war die positivste Wortmeldung, die Russell am Sonntagabend zu entlocken war.
Zuvor hatte er das Rennen zu einer Testsession umfunktioniert, nachdem er im zweiten Stint über lange Phasen ohne viele direkte Gegner auf P6 verbrachte. "Ich nutzte die letzten 20 Runden, um ein paar Dinge für mich auszutesten. Ich versuchte ein paar drastische Veränderungen an meinem Fahrstil und einige am Differential und an meinen Bremseinstellungen. Das hat die Dinge verbessert", ist er sich sicher.
Charles Leclerc schenkt Russell P4
Ob das auch der Grund war, warum er gegen Ende des Formel-1-Rennens schnell zu Max Verstappen aufschloss, darf bezweifelt werden. Das lag wohl eher an den einbrechenden Reifen des Red-Bull-Piloten, die dieser seit Runde 6 auf seinem Auto hatte. Nach mehreren Versuchen schaffte es Russell durch den Verteidigungswall des Niederländers.
Nur, um dann doch noch einen weiteren Platz auf dem Serviertablett von Charles Leclerc auf dem Silbertablett geschenkt zu bekommen. Der Monegasse hatte sich mit einem Dreher selbst um P4 gebracht und wurde nach dem Rennen auch noch bestraft. Was es damit auf sich hatte, könnt ihr hier nachlesen:
Russell blick nach dem Pleite-Wochenende in Miami schon nach vorne: "Ich freue mich darauf, auf traditionellere Strecken zu kommen, um dort zu sehen, was sie zu bieten haben", so der Mercedes-Fahrer. Die nächste Strecke sollte schon perfekt für einen Moralboost geeignet sein, denn auf dem Circuit Gilles Villeneuve, auf dem die Formel 1 in drei Wochen gastiert, stellte Russell in den letzten beiden Jahren seinen Mercedes auf die Pole Position und feierte im Vorjahr den Sieg.



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