Mit seiner Kritik, die neue Formel 1 sei wie die Formel E auf Steroiden sorgte Max Verstappen für Schlagzeilen. Selbst einen baldigen Abschied aus der Formel 1 schloss der vierfache Weltmeister nicht aus. Rund eine Woche und einige Testkilometer später beharrt er auf seiner Meinung - und rät der Formel 1, die Autos nicht zu elektrisch werden zu lassen.
Motor: Zu viel Elektro-Anteil gefährdet Formel 1
Vor allem der zunehmende Elektro-Anteil der neuen Königsklasse bereitet dem Weltmeister Sorgen. 350 kW und damit rund die Hälfte der Leistung werden nun elektrisch generiert. Der damit verbundene deutlich höhere Management-Anteil für Fahrer stört ihn.
Sebastian Vettel äußerte sich ebenfalls zu Verstappens Kritik. Er findet das Urteil des Niederländers verfrüht. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel.
"Ich möchte nicht, dass wir der Formel E zu nahekommen. Ich möchte, dass wir uns davon fernhalten und die Formel 1 bleiben", sagt Verstappen. Dem stimmt Fernando Alonso zu. Der Spanier attestierte sogar dem Koch des Teams, das Auto bei den neuen niedrigen Kurvengeschwindigkeiten fahren zu können. Das Energiemanagement macht sich besonders in schnellen Kurven bemerkbar. Die Fahrer müssen vom Gas gehen, um Energie für die Geraden zu generieren.
Verstappen wird dahingehend deutlich. Seiner Meinung nach gehört zur Formel 1 überhaupt keine Batterie. "Vergrößert die Batterie nicht, sondern schafft sie lieber ab und konzentriert euch auf einen guten Motor!" Zuständig für Elektro-Leistung sei eben die Formel E. "Genau darum geht es dort", betonte Verstappen.
Verstappen nach F1-Kritik: Ich teile nur meine Meinung mit
Für die Formel 1 war Verstappens Kritik während des Wintertests ein schwerer Schlag. Vor dem Saisonstart gibt sich die Königsklasse alle Mühe, das neue Reglement und die verschiedenen Reaktionen darauf so positiv wie möglich zu gestalten. Verstappen will darauf keine Rücksicht nehmen.
"Ich teile nur meine Meinung mit. Wir leben in einer freien Welt, mit freier Meinungsäußerung. Ich habe es so empfunden. Nicht jeder muss so empfinden, aber bei mir war es so", erklärt Verstappen. Kritik von anderen an seinen Aussagen? Lässt Verstappen nicht gelten. "Es ist egal, was andere Leute dazu sagen. Ich habe eine Frage bekommen und meine Meinung geäußert, und ich denke, das darf ich tun."
Während die zweite Testwoche der Formel 1 in Bahrain beginnt, haben wir uns die positiven und negativen Überraschungen der Königsklasse angeschaut. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Video.



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