Red Bull legte in der letzten Woche bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain einen mehr als überzeugenden Auftritt hin - sogar einen für die Konkurrenz beängstigenden, wenn es nach Mercedes geht – weshalb viele Augen auch in der zweiten Testwoche auf dem Wüstenkurs auf den RB22 und seinen neuen Motor gerichtet sein werden. Doch kurz bevor die Testfahrten in ihre finale Phase gehen, gibt es bei Red Bull eine bedeutende Personaländerung zu vermelden.
Chefdesigner Craig Skinner verabschiedet sich von der Formel-1-Mannschaft, wie diese bestätigte. "Nach 20 Jahren mit dem Team wird Craig Skinner, unser Chefdesigner, des Red-Bull-Technologie-Team verlassen", so der offizielle Wortlaut von Seiten der Bullen.
20 Jahre bei Red Bull: Wo geht es für Craig Skinner weiter?
Die Nachricht kommt etwas überraschend, etwa aufgrund des ungewöhnlichen Zeitpunkts und der guten Auftritte bei den Tests. Die Gründe für das plötzliche Aus sind nicht bekannt, allerdings soll es nicht in Zusammenhang mit den großen Personal-Umbauten rund um das Milton-Keynes-Team aus dem Vorjahr stehen, wie Racingnews365 berichtet.
"Craig war ein integraler Teil unseres Teams und seines Erfolges und wir wollen ihm für seine harte Arbeit und sein Commitment danken. Das ganze Red-Bull-Team wünscht ihm das beste für seine Zukunft", heißt es von Red Bull Racing.
Skinner zählte bei Red Bull zu den alteingesessenen Mitarbeitern. Er trat dem Team 2006 bei, also vor dem zweiten Jahr als F1-Rennstall. Zuvor hatte der studierte Luftfahrt-Ingenieur bereits erste Formel-1-Erfahrungen gesammelt, indem er als CFD-Ingenieur Teams wie Williams oder Jordan unterstützt hatte.
In den letzten zwei Jahrzehnten hatte sich Skinner von ebenjener Position bei den Bullen nach oben gearbeitet. 2014 wurde er stellvertretender Aerodynamik-Leiter, 2018 schließlich Chef-Aerodynamiker. Seit April 2022 war er als Chefdesigner tätig. In verschiedenen Funktionen war Skinner somit an allen WM-Triumphen beteiligt. Das macht bei acht Fahrer- und sechs Konstrukteurs-Titeln in Summe 14 Stück.
Es ist nicht bekannt, wie die Zukunft von Skinner aussehen wird und somit auch nicht, ob er dem Formel-1-Kosmos erhalten bleibt oder nicht. In der Regel gelten für Wechsel innerhalb der Königsklasse ohnehin Sperrklauseln, die einen umgehenden Umstieg zur Konkurrenz unmöglich machen. Wer seine Nachfolge antritt, wurde noch nicht kommuniziert.
Bei Red Bull änderte sich im Vorjahr die Führungsriege radikal. Wer sind nun die wichtigsten Entscheidungsträger bei dem österreichisch-britischen Team?



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