Die Racing Bulls haben ihr neues Auto für die Formel-1-Saison 2026 bereits präsentiert und auch schon auf die Strecke geschickt - nun steht aber fest, dass das zweite Team des Red-Bull-Konzerns im Frühjahr weiters einen neuen Cheftechniker erhält. Der ist mit Dan Fallows eine kleine Überraschung für Fans von F1-Technik-Transfers.
Fallows ist im Formel-1-Universum von Red Bull nämlich alles andere als ein Unbekannter. Ganz im Gegenteil: 2002 hatte er beim Vorgänger Jaguar in Milton Keynes begonnen. Im gleichen Zeitraum war er aber gleich in zwei Vertrags-Dispute verwickelt gewesen.
2013 hatte er erst bei McLaren unterschrieben, sich dann aber umentschieden - er blieb doch in Milton Keynes, wurde zum Chef-Aerodynamiker befördert. Das drohte damals erst in einem Rechtsstreit zu enden, ehe die beiden Teams die Vertrags-Probleme aus der Welt schaffen konnten. 2021 ging er dann tatsächlich, nämlich zu Aston Martin. Nur erneut mit Vertrags-Streitereien, denn sein Red-Bull-Vertrag war noch gültig gewesen. Bis 2022 dauerte es, ehe die beiden Teams sich einig wurden.
Bei Aston Martin gescheitert? Fallows kehrt zurück zum Red-Bull-B-Team
Fallows' Intermezzo als Cheftechniker bei Aston Martin war allerdings keine Erfolgsgeschichte. Zwar war das erste unter ihm entwickelte Auto 2023 zu Saisonbeginn ein überraschender Podiums-Kandidat, doch in den folgenden Monaten rutschte das Team sukzessive wieder zurück ins Mittelfeld und schien nicht und nicht in der Lage, ein gutes Update zu produzieren.
Aston Martin zog daraufhin die Reißleine und begann ab 2024 mit einer völligen Umstrukturierung der Technik-Führung. Mit Design-Guru Adrian Newey und Ferrari-Mann Enrico Cardile wurden gleich zwei absolute Top-Leute verpflichtet. Damit war offensichtlich, dass Fallows' Zeit begrenzt war.
Und genau so kam es. 2024 musste Fallows seinen Posten im F1-Team räumen und wurde zu "Aston Martin Performance Technologies" abgeschoben. Im April 2025 verließ er den Konzern endgültig und verdingte sich in den Folgemonaten freiberuflich. Jetzt steht das F1-Comeback fest. Zwar in der Red-Bull-Welt, aber nicht mehr beim Hauptteam, sondern bloß beim B-Team.
Fallows wird offiziell im April bei den Racing Bulls als "Technischer Direktor" seinen Dienst antreten. Einen Posten, den das Team in den zwölf Monaten davor nicht besetzt hatte. Im Vorjahr war der lange diesen Posten einnehmende Jody Egginton aus dem F1-Bereich ausgeschieden. Seine Funktionen wurden auf mehrere leitende Techniker verteilt.
Ganz oben in der Technik-Hierarchie der Racing Bulls sitzt Fallows allerdings nicht. Er muss direkt an Tim Goss berichten, der als Chief Technical Officer aber eigentlich eine übergeordnete Rolle einnehmen sollte. Fallows ist nun verantwortlich für die gesamtheitliche technische Entwicklung der Racing Bulls, von Design über Aerodynamik bis Performance.



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