Alpine hielt heute in Barcelona den Launch seines neuen Formel-1-Autos ab. Wobei nicht ganz, denn eigentlich wurde der Alpine A526 auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen der katalanischen Großstadt enthüllt. Das kam aufgrund eines Sponsorendeals des F1-Teams mit einem Kreuzfahrt-Anbieter zustande, der auch in der anschließenden Präsentation prominent vorkam.
Die Hauptsache der Präsentation wurde erst zu Beginn der zweiten Hälfte der etwa 30-minütigen Präsentation gezeigt, nämlich das Auto. Dieses wurde von Pierre Gasly und Franco Colapinto gemeinsam enthüllt. Es handelte sich allerdings mitnichten um den echten Alpine. Stattdessen wurde die Lackierung Konzept-Showcar mit ein paar kleineren Anpassungen vorgestellt.
Alpine bleibt Formel-1-Farbgebung treu
Farbtechnisch unterscheidet sich die Lackierung nur in kleinen Aspekten vom letztjährigen Auto. Der Bolide bleibt seiner blau-pinken Farbgebung grundsätzlich treu. Besonders überraschend ist die Optik des Autos nicht mehr, da schon am Mittwoch erste Bilder des Autos kursierten. Denn bereits vor zwei Tagen ging Alpine mit seinem neuen Formel-1-Auto in Silverstone erstmals auf die Strecke. Bei verregneten Bedingungen absolvierte Pierre Gasly im Rahmen eines offiziell als Filmtag klassifizierten Tests erste Runden im A526.
Dabei ließen sich auch schon erste technische Elemente erkennen, die im Rahmen der Präsentation anhand des mitgelieferten Bildmaterials bestätigt wurden. An der Vorderachse tanzt das Enstone-Team ein bisschen aus der Reihe und setzt auf Zugstreben (Pullrod), während alle anderen bisher vorgestellten F1-Autos mit Pushrod ausgestattet sind. An der Hinterachse ist auch am Alpine eine Druckstreben-Aufhängung verbaut.
Flavio Briatore: Wenn wir schlecht sind, ist es unsere Schuld
De-facto-Teamchef Flavio Briatore gab sich bei der Präsentation zuversichtlich, dass das Team nach dem schwachen Vorjahr wieder voll im Geschäft dabei sein wird. "Wir hatten vor zwei Tagen einen erfolgreichen Shakedown. Jeder zieht an einem Strang und wir glauben, dass wir dieses Jahr mit Sicherheit konkurrenzfähig sein werden." Alpine hatte schon früh in der letzten Formel-1-Saison die Entwicklung voll eingestellt und sich auf 2026 konzentriert, weshalb Briatore keine Ausreden akzeptieren will: "Wenn das Auto nicht gut ist, ist es unsere Schuld."
2026 ist auch der Beginn einer Ära für Alpine als Kundenteam, nachdem man das Formel-1-Motorprogramm von Renault in Viry-Chatillon nach 2025 einstellte. Die Power Units kommen ab diesem Jahr von Mercedes, was aufgrund der Favoritenstellung der Silberpfeil-Motoren die Alpine-Hoffnungen befeuert.
Den Mercedes gab es gestern erstmals zu sehen. Zunächst in Form von Renderings und dann später auch auf der Strecke. Alles zu den Silberpfeilen könnt ihr hier nachlesen:



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