Alpine stellt sein neues Formel-1-Auto erst am Freitag in Barcelona vor. Doch bereits am Mittwoch absolvierte die französische Marke ihre erste Ausfahrt mit dem neuen Boliden. Für das ehemalige Renault-Team war es ein historischer Moment, denn man ging damit erstmals mit einem Mercedes-Motor bestückt auf die Strecke, nachdem am Ende des Vorjahres das F1-Motorprogramm von Renault eingestellt wurde.
Der Shakedown, der offiziell als Filmtag verbucht wird, fand bei regnerischen Temperaturen statt. Pierre Gasly übernahm dabei das Steuer seines Dienstwagens, während Franco Colapinto zwar an der Strecke war, aber noch keine Runden drehte.
Alpine testet schon vor dem Formel-1-Shakedown
Das Team dokumentierte die Ausfahrt auch mit einem kurzen Drive-By-Video auf Social Media, auf dem sich allerdings nichts Nennenswertes erkennen lässt. Zudem wurde das Auto, als es in der Garage stand, vom Team mit Sichtschutz abgeschirmt, um keine genaueren Blicke und Fotos zuzulassen. Ein übliches Vorgehen bei derartigen Shakedowns.
Es gibt jedoch private Aufnahmen von Zaungästen, welche die ersten Runden des A526 eingefangen haben. Aufgrund des Winkels und aufgrund der Entfernung lassen sich auf diesen nur wenige Details mit Sicherheit erkennen.
Der Seitenkasten scheint am Alpine A526 nach hinten eine Rutsche zu bilden. An ihm sah man an den in den vergangenen Tagen gezeigten Autos oder Renderings eine Reihe verschiedener Konzepte. So präsentierte Mercedes eine Seitenkasten-Konstruktion, die der Badewanne von Ferrari 2022 ähnelt. Mehr dazu hier:
Grundsätzlich sind Tests von aktuellen Formel-1-Autos nur in einem sehr engen Rahmen erlaubt. Die Teams nutzen die Paragraphen für Demonstrational Events oder Promotional Events, um den Wagen doch einmal in Betrieb zu nehmen, bevor er bei den ersten Testfahrten auf die Strecke kommt. Bei diesen kommen eigens zu diesem Zweck von Pirelli konstruierte Reifen zum Einsatz. Im Falle eines Promotional Events, wie dem Shakedown von Alpine in Silverstone, sind maximal 200 Kilometer Fahrtdistanz erlaubt.
Die Lackierung des Autos ist ähnlich zu jener vom letzten Jahr und besteht erneut aus einer Kombination von rosa und blauen Elementen, auch wenn die genaue Bemalung sich um ein paar Nuancen verändert hat. Genauer können wir die Lackierung dann morgen unter die Lupe nehmen, sobald Alpine in Barcelona sein Auto offiziell vorstellt.
Nach dem offiziellen Formel-1-Launch am Freitag wird Alpine gemeinsam mit allen anderen Teams der Königsklasse in der kommenden Woche erstmals auf die Strecke gehen. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya finden dann von Montag bis Freitag (26. - 30.01.) die ersten Testfahrten der Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, allerdings darf dabei jedes Auto nur an drei der fünf Tage auf die Strecke. Weltmeister-Team McLaren kündigte schon an, dass sie den ersten Tag auslassen werden, da das Auto erst für Tag 2 fertig wird. Wie es die anderen Teams anlegen, ist noch nicht bekannt.



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