Yuki Tsunodas Verbleib in der Formel 1 ist ungewiss. Der Red-Bull-Fahrer hat in den letzten Monaten nicht sehr viele sportliche Argumente einbringen können, denn Punkte sammelte er in der langsam zur Neige gehenden Saison nur vereinzelt, gegen Max Verstappen sah er ohnehin kein Land.
Drei Rennwochenenden bleiben Tsunoda noch, um sich zu beweisen. Vor dem Grand Prix in Las Vegas gab er zu, dass er mit unsicheren Aussichten auf seine Zukunft blickt. "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht nervös bin", gestand er am Donnerstag vor dem letzten US-Rennen des Jahres.
Yuki Tsunoda nervös, aber: Ähnliche Situation wie in den letzten Jahren
Aber es sei eine Ausgangslage, die er schon kennt. "Es ist eine ähnliche Situation wie letztes Jahr oder auch vor zwei Jahren. Also um ehrlich zu sein, ich habe mich daran gewöhnt. Das ist Teil der Formel 1", beschwichtigte der Japaner. Mit einem Unterschied allerdings. Im Vorjahr stand der Verbleib von Tsunoda innerhalb des Red-Bull-Programmes nie wirklich in Gefahr, das Racing-Bulls-Cockpit galt als sicher. Die Frage war nur, ob man ihm einen Aufstieg zutraute.
In diesem Jahr könnte ihm nicht nur das Aus beim Topteam drohen, sondern allgemein der Rauswurf aus der Formel 1. Dennoch ist er überzeugt: "Das Gute ist, dass ich viel Erfahrung mit so einer Situation habe. Ich weiß, was ich in den nächsten paar Rennen zu tun habe. Und gleichzeitig: Diese Entscheidungen kann ich nicht kontrollieren. Das Einzige, das ich kontrollieren kann, ist, dass ich Performance zeige und mein Bestes gebe."
Von einer dauerhaften Performance-Steigerung war in den Herbstmonaten verglichen mit der restlichen Saison kaum etwas zu sehen, auch wenn Tsunoda gebetsmühlenartig betont, dass sich seine Pace zuletzt auf dem aufsteigenden Ast befunden habe. In Mexiko kostete ihm ein misslungener Boxenstopp potenzielle Punkte. In Brasilien ist er sich ebenfalls sicher, dass er in die Punkte gekommen wäre. Ein von ihm verschuldeter Unfall mit Lance Stroll führte allerdings zu einem beschädigten Frontflügel und einer Strafe.
Setup-Tester Tsunoda: In Brasilien Teil des Problems oder der Lösung?
Auf der Anforderungsliste für Tsunoda stehen und standen in den letzten Monaten noch viele andere Sachen und nicht nur die reine Pace. So wurde er regelmäßig dafür eingesetzt, um Setups zu testen. "Vor allem in der zweiten Saisonhälfte haben wir konstant die Setups gesplittet", teilte er mit.
Zuletzt in Brasilien, allerdings mit zweifelhaftem Erfolg. Denn nach einem verwachsten Freitag wurde Tsunoda im Sprint aus der Box ins Rennen geschickt, um andere Einstellungen auszuprobieren. Einige davon wurden schließlich im Qualifying bei Max Verstappen übernommen. Mit der Folge, dass der Niederländer schon in Q1 rausflog. Erst für das Rennen bekam das Team schließlich das Setup des Weltmeisters auf die Reihe.
Tsunoda versucht nun diesen Umschwung auch sich selbst auf die Fahne zu schreiben: "Hätte ich das [den Setup-Test, d. Red] nicht gemacht, hätten wir nicht so viel Klarheit gehabt und ich denke, es ging wieder in die richtige Richtung."
Ist Yuki Tsunoda noch tragbar für Red Bull? Im Talk haben wir besprochen, ob er sich noch einen Platz in der Formel 1 für 2026 verdient und wer die Alternativen sind.



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