Bestzeit im 1. Training, Bestzeit im 2. Training: Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari) ist ein hoffnungsvoller Auftakt ins zweite DTM-Rennwochenende in Zandvoort gelungen. Der Serienneueinsteiger gab am Freitag eindeutig den Ton an auf dem niederländischen Traditionskurs und konnte seine zunächst aufgestellte Bestzeit am Nachmittag um rund eine halbe Sekunde unterbieten.

Es war ein Spiegelbild der Vormittags-Session: Cairoli fuhr in den Schlussminuten an die Spitze des Zeitentableaus. Der Italiener benötigte 1:33.803 Minuten für seine beste Runde und knackte damit als einziger Fahrer die 1:34er-Marke.

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DTM-Training in Zandvoort: Cairoli in eigener Liga

Beim Blick auf die Rundenzeiten könnte man behaupten, dass der Ferrari-Pilot in einer eigenen Liga unterwegs war: Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Ben Dörr (Dörr-McLaren) betrug für DTM-Verhältnisse gigantische 0,357 Sekunden. Dörr musste nebenbei 2.000 Euro Strafe blechen, weil er das 1. Training mit einem nicht registrierten Reifensatz bestritten hatte.

Nicht nur Cairoli behauptete in der 45-minütigen Session am Nachmittag seine Position aus dem 1. Training, sondern ebenso Dörr und der Drittplatzierte Thomas Preining (Manthey-Porsche). Wir wagen uns zu behaupten, dass noch nicht alle Teams ihre Karten vor dem morgigen Qualifying auf den Tisch gelegt haben. Zur Erinnerung: In Zandvoort sind Zeiten im hohen 1:31er-Bereich möglich, also zwei Sekunden weniger als Cairolis Tagesbestzeit...

Vieles deutet zumindest auf ein eng geführtes Rennwochenende in den Niederlanden hin: Den Drittplatzierten Preining und Timo Glock (Dörr-McLaren) auf P8 trennten nur rund zwei Zehntelsekunden. Sicherlich fokussierten sich viele Teams auch auf Long Runs mit den neuen Pirelli-Reifen, die in den Banking-Kurven von Zandvoort deutlich stärker gefordert werden als beim Saisonauftakt am Red Bull Ring.

Bortolotti auf P4 im zweiten DTM-Training

Mirko Bortolotti (GRT-Lamborghini) sortierte sich mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 auf dem vierten Platz ein, nachdem der Italiener am letzten Wochenende mit einem Huracan GT3 von Abt Sportsline Rang zwei beim 24h-Rennen Nürburgring belegt hatte. Auf den Positionen fünf bis acht: Ricardo Feller (Manthey-Porsche), der frischgebackene 24h-Sieger Maro Engel (Winward-Mercedes), AMG-Markenkollege Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) sowie Timo Glock.

Der niederländische Lokalmatador Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) und Jules Gounon (Winward-Mercedes) komplettierten die Top-10 des Klassements. Spitzenreiter Cairoli und Gounon an zehnter Stelle trennten exakt acht Zehntelsekunden. Wenig zu sehen im 2. Training gab es von Vorjahressieger Schubert-BMW mit Kelvin van der Linde und Marco Wittmann auf den Plätzen 16 sowie 19. Maximilian Paul (GRT-Lamborghini) legte mit 14 Runden die wenigsten aller Fahrer zurück und markierte das Schlusslicht.

Haariger Moment unter roter Flagge

Das Training musste nach 20 Minuten erstmals mit roten Flaggen unterbrochen werden. Einer der beiden GRT-Lamborghini, mutmaßlich Maximilian Paul, hatte eine Ölspur auf der Strecke verteilt.

Dabei kam es zu einem haarigen Moment: Der GRT-Lambo kam einem Streckenposten, der mitten auf der Fahrbahn stehend die Öllache begutachtete, näher als es sein sollte. Der Mitarbeiter konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass keine direkte Gefahrensituation entstand. Nach siebenminütigen Säuberungsarbeiten wurde die Session mit einer Restdauer von 23 Minuten fortgesetzt.

Wenige Minuten später wurden ein weiteres Mal rote Flaggen geschwenkt. Alle Autos mussten in die Boxengasse zurückkehren, weil laut Angaben aus der Rennleitung ein Fehler bei der Zeitnahme vorlag. Die Unterbrechung dauerte drei Minuten, bevor die 21 Piloten ihre Fahrt erneut aufnehmen konnten.

DTM in Zandvoort 2026: So geht es weiter

Am Samstag geht es erstmals um die Wurst in Zandvoort: Das Qualifying beginnt um 09:45 Uhr, im Anschluss steigt das Rennen ab 13:30 Uhr (live bei ProSieben im Free-TV). Am Sonntag wartet ein weiterer Renntag auf dem niederländischen Traditionskurs.

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