Beim DTM-Saisonauftakt am Red Bull Ring dürfte Dr. Gerd Ennser für den Spruch des Wochenendes gesorgt haben. "Nicht nur die Rente ist sicher, wie der Arbeitsminister früher sagte - auch die DTM ist sicher. Sicherer als die Rente", sagte der ADAC-Sportpräsident in einer Gesprächsrunde mit ausgewählten Medienvertretern, darunter Motorsport-Magazin.com, und sorgte für allgemeine Erheiterung.

Hinter dem flotten Spruch steckt deutlich mehr: ein eindeutiges und vor allem langfristiges Bekenntnis des ADAC als DTM-Promoter zur deutschen Traditionsserie mit ihrer über 40-jährigen Geschichte. Der zweitgrößte Automobilclub der Welt stellt sich trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten speziell für die Automobil- und damit auch die Motorsportbranche demonstrativ hinter die DTM.

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ADAC-Sportpräsident Dr. Ennser: "DTM ergibt extrem viel Sinn"

"Das kann ich wirklich für den gesamten ADAC sagen: Niemand zweifelt daran, dass wir irgendwann bei der DTM die Frage stellen werden, ob sie Sinn ergibt. Sie ergibt extrem viel Sinn", betonte Dr. Ennser, der seit 2021 als ADAC-Sportpräsident tätig ist und im vergangenen Jahr für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden ist.

Laut Dr. Ennser bilde die DTM für den gesamten ADAC mit seinen 1.850 Ortsclubs ein sehr wichtiges Instrument, um das Image und die Kultur der 'Gelben Engel' auch im Unterhaltungsbereich zu stärken. Der in Passau geborene Jurist fügte an: "Der ADAC wird an der DTM festhalten. Dieses Versprechen können wir langfristig geben."

DTM unter dem ADAC: Der Motorsport ist sicher!

Der ADAC hatte Ende 2022 die Markenrechte der DTM von der ITR unter der Leitung von Gerhard Berger übernommen und richtet die Serie seit 2023 aus. In der vergangenen Saison strömten mehr als 500.000 Zuschauer zu den acht Rennwochenenden, die seit 2018 von Sat.1/ProSieben durchgängig live im Free-TV übertragen werden. Das letztjährige Saisonfinale in Hockenheim mit dem epischen Finish und Ayhancan Güven als neuem Champion sorgte weltweit für Interesse.

Dr. Ennser, der auch dem Präsidium des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) angehört und über viele Jahre die Formel 1 sowie Formel E als Sportkommissar begleitete: "Das ist die wichtigste Thematik, die man im Motorsport heute machen kann, wo viele andere immer überlegen: 'Macht es überhaupt Sinn, Motorsport zu betreiben?' Wir sagen: Es ergibt absolut Sinn, und wir werden es weiterhin tun."

Wagner: "Nachhaltigkeit für uns nicht nur ein Lippenbekenntnis"

Der ADAC hat sich dabei seit längerer Zeit auf die Fahne geschrieben, die Nachhaltigkeit im Motorsport voranzutreiben. Dieser Aspekt wird heutzutage schließlich strikt eingefordert von der oftmals Rennsport-kritischen Industrie. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem ein zu 100 Prozent nachhaltiger Kraftstoff, in Deutschland produzierte Pirelli-Reifen sowie eine ressourcenschonendere Gestaltung der Rennwochenenden mit Trinkwasserspendern und Co.

"Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Lippenbekenntnis", sagte die neue DTM-Geschäftsführerin Claudia Wagner am Red Bull Ring. "Emotionen und Innovationen müssen im Gleichschritt passieren. Da tut sich ordentlich etwas und darauf liegt auch ein Augenmerk: dass wir uns einer Weiterentwicklung nicht verschließen und dass wir starke Partner an unserer Seite haben, die genau das gemeinsam mit uns in die Zukunft führen wollen."

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