Erleben wir den besten Maro Engel aller Zeiten? Der 40-Jährige rast seit dem Saisonbeginn von einem Erfolg zum nächsten rund um den Kontinent! In der DTM hat der Mercedes-AMG-Veteran die Gesamtführung nach dem zweiten Rennwochenende in Zandvoort übernommen - nur wenige Tage nach seinem Sieg beim 24h-Rennen Nürburgring.

Engel und der Mercedes-AMG GT3, das ist seit ziemlich genau einem Jahrzehnt eine erfolgsversprechende Kombination. 2026 ist der Wahl-Monegasse aber noch einmal über sich hinausgewachsen. Bei allem Trubel um den zweiten Nürburgring-Triumph nach 2016 und dem spektakulären Duell mit Max Verstappen auf der Nordschleife ist fast untergegangen, was Engel in der ersten Jahreshälfte noch so alles erreicht hat.

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Maro Engel 2026: 15 Rennen, acht Podien, drei Siege

Von seiner Zwischenbilanz nach fünf Monaten in der laufenden Saison können die meisten GT3-Piloten nur träumen: 15 Einzelrennen, acht Podestplätze, drei Siege! Von Daytona über Bathurst und Dubai bis hin zur DTM reitet Engel seit dem Jahresbeginn auf einer absoluten Erfolgswelle, sodass wir uns trauen zu behaupten: Einen besseren Saisonstart hat er nie zuvor in seiner langen Karriere hingelegt.

"Der Druck ist immer da, weil man gut performen möchte", sagte Engel nach dem Sieg beim 24h-Rennen Nürburgring mit Winward-Mercedes. "Erfahrung ist in diesem Geschäft definitiv ein wichtiger Faktor. Ich würde sagen, dass ich im Moment besser fahre als je zuvor. Hoffentlich kann ich in ein paar Jahren dasselbe sagen und mich weiterhin stetig verbessern."

Maro Engels Zwischenbilanz 2026 (Januar-Mai)

EventErgebnisDatumTeamkollegen
6h Abu Dhabi Ausfall09-10. JanuarSergey Stolyarov/Daan Arrow
24h Dubai Platz 316.-17. JanuarLuca Stolz/Daan Arrow/Sergey Stolyarov
24h Daytona Platz 2 (GTD-Po)24.-25. JanuarKenny Habul/Will Power/Chaz Mostert
12h Bathurst Sieg13.-15. FebruarMaxime Martin/Mikael Grenier
12h Mugello Platz 520.-22. MärzPatrick Charlaix/Jordan Boisson/Benjamin Paque
GT World Challenge Paul Ricard Platz 2 10.-12. AprilLucas Auer/Luca Stolz
24h Nürburgring Qualifiers Platz 5 & Platz 418.-19. AprilFabian Schiller/Luca Stolz
DTM Red Bull RingPlatz 3 & Platz 124.-26. April-
GT World Challenge Brands Hatch Platz 6 & Platz 302.-03. MaiLucas Auer
24h Nürburgring Sieg14.-17. MaiFabian Schiller/Luca Stolz/Maxime Martin
DTM Zandvoort Platz 6 & Platz 422.-24. Mai-

Engels Highlights: Bathurst, Nürburgring und DTM

Bei dem Wust an heutigen GT3-Serien und -Rennen fällt es manchmal schwer, den Überblick zu bewahren. Die Top-Werksfahrer der verschiedenen Hersteller sind im Prinzip ständig auf Achse, um bei Kundensporteinsätzen zu unterstützen. Engel und Co. bestreiten jährlich bis zu 30 Rennen rund um den Globus und damit mehr als ein Formel-1-Fahrer.

Engels größte Erfolge 2026 im Schnelldurchlauf: Gesamtsieg bei den 12 Stunden von Bathurst, Sieg beim 24h-Rennen Nürburgring, ein Sieg, zwei Podien und die Tabellenführung in der DTM, Platz zwei in der GTD-Pro-Klasse bei den 24 Stunden von Daytona, ein dritter Rang beim 24-Stunden-Rennen in Dubai sowie zwei Podestplätze in der Sprint- und Endurance-Wertung der GT World Challenge.

Maro Engel bei der DTM
DTM-Spitzenreiter: Maro Engel und sein Winward-Mercedes, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Engel: "Ich fühle mich selbstbewusst beim Rennfahren"

Dass Engel in den ersten Monaten des Jahres auch noch die 6 Stunden von Abu Dhabi (Ausfall) und das 12-Stunden-Rennen im italienischen Mugello (Platz fünf) bestritten hat, weiß angesichts der Masse an GT3-Rennen kaum noch jemand. Ein heftiges Pensum für einen Rennfahrer, der inzwischen die Vierziger erreicht hat und damit auf den Spätherbst seiner Profi-Karriere zusteuert.

"Vielleicht ist es ein bisschen wie bei einem Wein", sagte Engel mit einem Grinsen im Gesicht. "Mit dem Alter wird man besser. Ich fühle mich gut. Ich fühle mich selbstbewusst beim Rennfahren. Ich glaube fest an harte Arbeit und daran, sich ständig zu verbessern, sich selbst zu hinterfragen und zu schauen, wo man Dinge besser machen kann. Ich werde weiterhin versuchen, morgen besser zu sein als gestern, und im Moment funktioniert das ziemlich gut."

Um im brutal umkämpften GT3-Sport erfolgreich sein zu können, braucht es die richtigen Zutaten: starke Teamkollegen, ein professionelles Team, die passende Balance of Performance und auch eine Portion Glück. Vieles davon hat Engel bei seinen bisherigen Einsätzen vorgefunden.

Maro Engel beim 24h-Rennen Nürburgring
Mann der Stunde im GT3-Sport: Mercedes-Ass Maro Engel, Foto: IMAGO/speedshot

Irre Aufholjagden in Bathurst und am Nürburgring

Und wenn es einmal läuft, dann rennt es: Engel feierte seinen ersten Bathurst-Sieg mit GMR-Mercedes (Engel/Maxime Martin/Mikael Grenier) vom 29. Startplatz, und am Nürburgring gelang dem Winward-Quartett (Engel/Luca Stolz/Fabian Schiller/ Maxime Martin) eine Aufholjagd von der 25. Startposition. Dass er am Ring den letzten Stint bei kniffligen Wetterbedingungen auf geschnittenen Slicks übernahm, spricht Bände.

Engel muss in der GT3-Welt längst niemandem mehr etwas beweisen, und doch gibt es in seiner Vita noch den einen oder anderen Punkt, den er sicherlich gerne abhaken würde. Dazu zählen der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps sowie der Gewinn der DTM-Meisterschaft. "Die 24 Stunden von Spa zu gewinnen, ist ein großes Ziel für mich. Und auch der DTM-Titel ist etwas, das ich bisher noch nicht gewonnen habe", bestätigte er.

Maro Engel bei der DTM
Engel mit Winward-Teamchef und Ex-Rennfahrer Christian Hohenadel, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Engel peilt ersten Sieg bei 24h Spa an

Die nächste Gelegenheit für seinen ersten Spa-Sieg im elften Anlauf seit 2015 bietet sich in Bälde: Vom 27. bis 28. Juni geht der Ardennen-Klassiker über die Bühne. Engel teilt sich einen von Winward Racing eingesetzten Mercedes-AMG GT3 mit seinen Teamkollegen Lucas Auer und Luca Stolz, mit denen er auch die weiteren Endurance-Rennen der GT World Challenge bestreitet. In der Sprint-Kategorie wechselt er sich nur mit Auer am Steuer ab und hofft auf die zweite Klassen-Meisterschaft nach 2024.

Nur eine Woche vor den 24 Stunden von Spa wartet das dritte DTM-Rennwochenende auf dem Lausitzring - und direkt nach Spa geht es weiter zum Norisring. Engel ist solche Triple-Header gewohnt, derartige Strapazen gehen aber nicht spurlos an einem Profi-Rennfahrer vorbei. "Das war körperlich eine extrem herausfordernde Woche mit dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, dem Prolog in Spa und schließlich der DTM", beschrieb Engel nach Zandvoort seinen absurd eng getakteten Zeitplan der letzten Tage und Wochen.

Maro Engel bei der DTM
Engel beim DTM-Wochenende in Zandvoort, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Zum Durchatmen bleibt Engel kaum Zeit. Schon am kommenden Freitag wartet in Monza der nächste Lauf der GT World Challenge. Es ist bereits sein 12. Rennwochenende seit Januar - bei bislang gerade einmal 21 Wochenenden im Jahr 2026...

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