Will Stevens im #12 Cadillac führte die Startphase beim 6-Stunden-Rennen der WEC in Sao Paulo an. Der Pole-Setter musste in der ersten Stunde Kevin Magnussens #15 BMW im Auge haben - der frühere Formel-1-Fahrer belegte den zweiten Platz mit 3 Sekunden Rückstand. Magnussen hatte das vierte Saisonrennen vom vierten Rang aufgenommen und zügig den Alpine von Fred Makowiecki sowie wenig später den von P2 gestarteten Cadillac-Fahrer Earl Bamber überholt.

Das Rennen begann um 16:30 Uhr deutscher Zeit nach einem Regenschauer über Nacht auf abtrocknender Strecke. Die Verhältnisse waren nach zwei Einführungsrunden allerdings gut genug für einen Start auf Slick-Reifen von Michelin. Größere Zwischenfälle ereigneten sich im 17-köpfigen Hypercar-Feld nicht trotz der kniffligen Verhältnisse.

Toyota crasht noch vor dem Rennstart

Stattdessen hatte es zuvor auf dem Weg in die Startaufstellung leicht geknallt: Le-Mans-Sieger Mike Conway im #7 Toyota hatte die Kontrolle über sein Auto verloren und schlug in der Streckenbegrenzung an. Die Toyota-Crew musste im Anschluss die Frontpartie die TR010 Hybrid austauschen. Kein guter Start für die Japaner, die sich bereits am gesamten Wochenende schwertun in Interlagos und das Rennen von hinten aufnehmen mussten.

Hinter Spitzenreiter Stevens, Magnussen und Bamber belegte Makowiecki den vierten Platz im #36 Alpine. Der Franzose hatte die beiden Ferrari von Miguel Molina und Yifei Ye im Rücken, die in der Startphase Positionen gutmachen konnten. Der Chinese Ye kassierte jedoch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe beim ersten Boxenstopp wegen eines falschen Start-Prozederes. Toyota-Fahrer Conway traf es ebenfalls.

Start in Sao Paulo: Habsburg der größte Verlierer

Dahinter komplettierte Antonio Giovinazzi das Ferrari-Trio an siebter Stelle. Der amtierende WEC-Weltmeister, der im Qualifying schon in Q1 ausgeschieden war, zählte zu den Gewinnern des Starts: Von P11 stürmte der Italiener zügig vier Plätze nach vorne. Größter Verlierer des ersten Rennsechstels war Alpine-Fahrer Ferdinand Habsburg, der sieben Positionen verlor und als erster aller Fahrer schon in Runde 27 einen Boxenstopp einlegte.

Die Top-10 komplettierten die beiden Peugeot 9X8 mit Loic Duval sowie Paul Di Resta sowie Daniel Juncadella im #19 Genesis GMR-001. Der Spanier war von P7 ins Rennen gestartet, konnte die gute Ausgangslage aber nicht behaupten. Bis zur ersten Boxenstopp-Runde zeigte sich die Sonne über dem brasilianischen Traditionskurs und das Thermometer kletterte von 19 auf 22 Grad, doch gegen Rennende könnte einsetzender Regen für einigen Wirbel sorgen.

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