Sonntag am Red Bull Ring: Die Stimmen und Gerüchte im DTM-Fahrerlager werden lauter, dass Max Verstappens Privatjet heute Nachmittag in Zeltweg gelandet sei. Begibt sich der vierfache Formel-1-Weltmeister auf die nächste Side-Quest zur deutschen Tourenwagenmeisterschaft während der Formel 1-Pause?
Verstappens Privatjet tritt Gerüchte los
Die einfache Antwort lautet: Nein. Obwohl durch Verstappens Verbindungen im Motorsport ein Besuch beim DTM-Auftakt am Red Bull Ring gar nicht einmal so unwahrscheinlich gewesen wäre.
Natürlich hätten mehrere Faktoren für einen Besuch des Niederländers gesprochen. Der Red Bull Ring ist durch seine Verbindung mit Red Bull in der Formel 1 fast wie ein zweites Heimrennen für ihn und die Formel 1 befindet sich derzeit noch in der Zwangspause durch die beiden abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien. Zeit hätte er also.
Mit Winward-Mercedes tritt Verstappen im Mai beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an und zwei seiner drei Teamkollegen beim Langstrecken-Klassiker, Jules Gounon und Lucas Auer, sind in der DTM aktiv. Außerdem fährt mit Thierry Vermeulen sein langjähriger Freund und Sohn seines Managers in der deutschen Meisterschaft, dessen Auto von Verstappen.com gesponsert wird.
Nachgefragt beim Winward-Mercedes- und Red Bull-Lager hieß es aber geschlossen: "Wenn Max wirklich hier gewesen wäre, hätte er bestimmt mal bei uns vorbeigeschaut und Hallo gesagt."
Wie ist dieses Gerücht dann also entstanden? Fakt ist, sein Privatjet ist tatsächlich in Zeltweg gelandet. An Board war jedoch nur sein Manager Raymond Vermeulen, Vater eben jenes Emil-Frey-Ferrari-Piloten, der an diesem Wochenende in die neue DTM-Saison gestartet ist.
GT-Sport profitiert vom Verstappen-Hype
Für die DTM wäre diese Geschichte natürlich eine Sensation gewesen. Verstappen trug bereits durch seinen bevorstehenden Start beim 24-Stunden-Rennen stark dazu bei, den GT-Sport einem größeren weltweiten Publikum schmackhaft zu machen. "Die Leute, die Verstappen über die Formel 1 bisher begleitet haben, die sehen auf einmal: 'Da gibt’s ja noch andere Rennautos, die Spaß machen, wo es tolle Zweikämpfe gibt", freut sich DTM-Chef Thomas Voss über die wachsende Popularität seines Sports am Sonntagmorgen am Spielberg. "Die Wahrnehmung dadurch, dass der Max jetzt dort fährt, hilft dem gesamten GT-Sport."
Aber nicht nur Verstappen erntet von Voss Lorbeeren. Auch Thierry Vermeulen ist für den DTM-Boss zum Teil für den GT-Boom verantwortlich. "Wenn der Thierry Vermeulen, dessen Vater Max' Manager ist, nicht seit vier Jahren jetzt in der DTM aktiv wäre, wer weiß, ob der Max dann nicht in ein anderes Auto als ein GT3-Auto eingestiegen wäre", lautet Voss' These.
Dem DTM-Boss nach gebe es genügend Klassen wie zum Beispiel auch die WEC mit ihren Hypercars, die Verstappen mit offenen Armen empfangen hätten. "Ich glaube, dass die Aktivität und Entwicklung vom Thierry hier viel zu Max Entscheidung beigetragen hat. Wer weiß, ob Max sonst überhaupt Notiz von der GT3 genommen hätte", resümiert Voss.



diese DTM Nachricht