51.000 Zuschauer und vorsommerliches Traumwetter haben auf dem Red Bull Ring zu einem erfolgreichen Start in die DTM-Saison 2026 geführt. Der Formel-1-Kurs in Österreich bildete erstmals den Auftakt in der über 40-jährigen Geschichte der deutschen Traditionsserie und löste Oschersleben ab.
Ein Ereignis mit Seltenheitswert: Der Red Bull Ring war nach Zolder (von 1984-1994 mehrfach Auftakt im Wechsel mit Hockenheim), Spa-Francorchamps (2020), Monza (2021) und Portimao (2022) erst die fünfte nicht-deutsche Rennstrecke, die das erste Rennwochenende der Saison austrug.
DTM Kalender 2026 - Rennen, Startzeit, Strecken
DTM-Event am Red Bull Ring erfährt Zuschauer-Anstieg
Der DTM-Promoter ADAC konnte sich in seiner Prognose bestätigt sehen: Diesmal strömten mehr Besucher nach Spielberg als in den Vorjahren (2025: 42.500, 2024: 41.000, 2023: 45.000). Im 'Auftaktduell' setzte sich der Red Bull Ring auch gegen die Motorsport Arena Oschersleben durch, die 2025 ihrerseits 47.000 Zuschauer begrüßte.
Dabei profitierte die DTM sicherlich von der Terminplanung: Erstmals tourten die GT3-Autos noch vor der Formel 1 und der MotoGP über den Red Bull Ring. Tatsächlich hatte eine Kalenderänderung der Motorrad-Weltmeisterschaft dazu geführt, dass der Österreich-Termin der DTM erstmals in den April und damit an den Saisonbeginn rückte.
Erneuter DTM-Saisonauftakt in Österreich "vorstellbar"
Eine Wiederholung im kommenden Jahr wollte ADAC-Motorsportchef Thomas Voss nicht ausschließen: "Es ist für uns vorstellbar, dass wir auch nächstes Jahr wieder hier den Auftakt machen. Das ist aber noch nicht in Stein gemeißelt."
Der Vertrag zwischen der DTM und dem Red Bull Ring läuft nach aktuellem Stand bis einschließlich 2027. Eine Verlängerung sei möglich, so Voss: "Wir sind in einem sehr guten Austausch. Ich sehe kein großes Problem, dass wir auch über 2027 hinaus hier zu Gast sind, wenn man uns haben will. Es gehört schon viel dazu, dass die DTM hier nicht mehr fährt."
Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch verfrüht, schon konkret über den DTM-Kalender für die Saison 2027 zu sprechen, merkte Voss an. Die Planungen hängen bekanntermaßen mit den Terminen anderer Rennserien wie der Formel 1 oder der GT World Challenge sowie Groß-Events a la 24h-Rennen Nürburgring zusammen. Der ADAC plane aber mit einer rechtzeitigen Veröffentlichung, "spätestens im August".

DTM 2027: Gibt es ein weiteres Rennwochenende?
Zumindest nicht ausschließen wollte Voss eine nächstjährige Ausweitung des DTM-Rennkalenders um eine weitere Veranstaltung. Seit dem Beginn der GT3-Ära 2021 besteht der Kalender aus acht Events mit 16 Einzelrennen. Zusätzliche Rennwochenenden scheiterten stets aus Kostengründen. Ein Großteil der engagierten Teams sprach sich gegen eine zusätzliche Veranstaltung aus. Ändert sich das jetzt?
Voss ließ durchblicken: "Grundsätzlich sage ich: Ja, wir möchten erweitern. Wir möchten auch gerne weiter internationalisieren. Wenn es ein neuntes Event gibt, wird das wahrscheinlich im Ausland stattfinden. Ich habe bei den Testtagen schon einmal gesagt: Vielleicht solltet ihr euch nächstes Jahr ein Wochenende mehr frei nehmen."
Schließlich habe die DTM in der Vergangenheit schon einmal deutlich mehr Veranstaltungen innerhalb eines Jahres ausgetragen. Mehr als acht Rennwochenenden gab es zuletzt 2020 - im letzten Jahr der Class-1-Ära unter Werksbeteiligung - mit neun Events. 2018 waren es sogar zehn Wochenenden.
Jedoch, merkte Voss an: "Wenn wir den Terminkalender erweitern, können wir das nicht alleine entscheiden. Dazu gehören ganz viele Gespräche, unter anderem mit den Rennteams, aber auch mit unseren Sponsoren und Partnern, ob sie diesen Schritt mitgehen."
ADAC-Chef schließt DTM-Rennen in Übersee aus
Mehrere internationale Rennstrecken hätten ihr Interesse an der DTM bekundet, betonte Voss, ohne konkrete Namen zu verraten. In der Vergangenheit zählten vor allem der Salzburgring in Österreich, ein Stadtrennen im portugiesischen Vila Real und sogar der temporäre Formel-E-Kurs in Berlin-Tempelhof zu den heißesten Kandidaten.
Ausschließen wollte Voss lediglich DTM-Rennen außerhalb von Europa, wie es sie zu alten ITC-Zeiten Mitte der 90er-Jahre oder 2010 in Shanghai gegeben hatte: "Wir werden nächstes Jahr nicht nach Übersee gehen. Wir bleiben auf jeden Fall in Europa."
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