Wo ist Oscar Piastris Pace hin? Für den Sprint in Austin muss sich der WM-Leader hinter seinen zwei Titelkontrahenten auf Platz drei einreihen. Fast vier Zehntelsekunden fehlten ihm auf die Pole-Zeit von Max Verstappen, sein Teamkollege Lando Norris kam hingegen auf 0,071 Sekunden an den amtierenden Formel-1-Weltmeister heran. Der McLaren-Pilot weiß genau, wo er die Zeit liegen ließ.
"Es sind einige Stellen, es war eine ziemlich miese Runde, um ehrlich zu sein. Ich habe es irgendwie nicht zusammengebracht", lamentierte er über seinen finalen Versuch im Sprint-Qualifying. Onboard-Aufnahmen zeigen, wie Piastri in mehreren Kurven am Lenkrad nachjustieren muss. Die meiste Zeit verlor er in Kurve 15, als er seinen übersteuernden MCL39 abfangen musste.
Bei so einer Runde ist Piastri sogar froh über das Ergebnis, auch, wenn es nicht ideal ist: "Ich kann mich glücklich schätzen, Dritter zu sein." Der Zeitabstand zu seinen WM-Rivalen bereitet dem unaufgeregten McLaren-Piloten aber keine großen Sorgen für das restliche Wochenende. "Es ist nichts Großes, es war kein desaströser Tag. Es war einfach eine unsaubere Runde und ich weiß, wo ich mich verbessern muss", beruhigte Piastri.
Piastri muss sich in Austin in Kurve eins beweisen
Mit nur noch 22 Zählern Vorsprung in der Weltmeisterschaft wäre eine starke Punkteausbeute in den USA wichtig für Piastri. Dafür muss er sich im Sprint und im Grand Prix am Sonntag bestmöglich vor Verstappen und Norris platzieren, ein Podium wäre das Mindeste. Das letzte Top-3-Ergebnis erzielte Piastri in Monza. Verstappen gewann seither ein Rennen und stand in Singapur auf dem Podest, zusammen mit Norris.
Der beste Weg zum Sieg wäre ein Überholmanöver in Kurve eins, doch auf dem Circuit of the Americas ist das leichter gesagt als getan, weiß Piastri: "Dich in Kurve eins richtig zu platzieren, ist hier oft schwierig. Ich werde versuchen, einen guten Start zu haben und dann werden wir sehen, was vor mir passiert." Bis zur scharfen Linkskehre müssen die Fahrer fast 30 Meter Höhenunterschied bewältigen. Dazu kommt, dass die ungeraden Startplätze die Außenlinie und damit die schlechtere Position haben.
Mut macht jedenfalls die Pace des MCL39. "Im Gegensatz zu den letzten Strecken sieht unser Auto konkurrenzfähig aus. Wir haben eine gute Grundlage, um Feinheiten in einigen Performance-Bereichen zu verbessern, bevor wir in den Sprint und ins Qualifying gehen", so McLaren-Teamchef Andrea Stella. Auch die Temperaturen sollten der Papaya-Mannschaft in die Hände spielen: Für den Sprint sind über 30 Grad angesagt. Deswegen löste die Formel 1 auch den Hitzealarm aus. Was das genau bedeutet, erfahrt ihr hier:



diese Formel 1 Nachricht