Wer sitzt 2026 im zweiten Red Bull-Cockpit und wird Teamkollege von Max Verstappen? In den Medien wird bereits Isack Hadjar als aussichtsreichster Kandidat gehandelt. Die Spekulationen um seine Person lassen den Rookie jedoch kalt. "All die Berichte interessieren mich nicht. Ich hatte gerade einmal fünf Tage frei und habe diese zu Hause verbracht. Da hatte ich andere Dinge zu tun, als auf Instagram zu scrollen", stellte Hadjar klar.

Marko: Drei Kandidaten noch im Gespräch

In Baku kam er den Fragen der Journalisten aber nicht aus. Darauf angesprochen, wo er nächstes Jahr fährt, meinte Hadjar: "Ich habe eine Idee - aber ich weiß es nicht." Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko will sich mit der Entscheidung bis zum Mexiko GP Zeit lassen. Fest steht momentan nur, dass Max Verstappen und Hadjar einen Vertrag haben. Die Entscheidung über die zwei verbleibenden Plätze bei Red Bull Racing und den Racing Bulls fällt zwischen dem Trio Yuki Tsunoda, Liam Lawson und Formel-2-Talent Arvid Lindblad.

"Sie machen sich das aus", bestätigt Marko gegenüber der Kleinen Zeitung. Liam Lawson erklärte in Baku, dass er eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft in den nächsten Rennen erwartet. Im Dezember 2024 wurde er als Nachfolger von Sergio Pérez bei Red Bull Racing bekanntgegeben. Doch nach zwei enttäuschenden Rennen musste er das Cockpit an Yuki Tsunoda abgeben. Red Bull begründete seine Degradierung zurück zu den Racing Bulls damit, ihn schützen zu müssen. Eine Entscheidung, die beim Neuseeländer definitiv Spuren hinterlassen hat, denn mittlerweile sieht er seine Zukunft nicht mehr ausschließlich mit Red Bull verknüpft.

Lawson: Red Bull nicht mehr das Ziel

"Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich nur darüber nachgedacht, wie ich zu Red Bull Racing komme. Ich sah dort meine Zukunft. Mittlerweile habe ich erkannt, dass das Ziel immer war, zu gewinnen und an der Spitze zu fahren. Ich denke, dass es dafür nicht unbedingt ein bestimmter Ort sein muss." Sollte tatsächlich sein Rookie-Teamkollege nächstes Jahr befördert werden, hat er für ihn einen wichtigen Rat: Ignoriere alles, was gesagt wird! "Isack hat dieses Jahr einen guten Job gemacht. Er sollte sich einfach auf seine Arbeit konzentrieren, sich bestmöglich vorbereiten und nicht darauf hören, was darüber gesagt wird, wie es sein wird. Denn letztendlich weiß das niemand", so Lawson.

De facto hat es bisher kein Teamkollege geschafft, Max Verstappen Paroli zu bieten. Hadjar selbst gibt sich davon wenig beeindruckt. "Ich will für das beste Team fahren", sagt Hadjar. Genau diese Einstellung braucht es laut Lawson, um überhaupt in der Formel 1 zu fahren. "Letztendlich sind wir alle Rennfahrer. Wir alle müssen genug Selbstvertrauen haben, um überhaupt in diesem Sport dabei zu sein. Wir kommen nicht hierher und denken, dass andere besser sind als wir. Sonst wären wir nicht hier."

Bei Red Bull wird nicht nur auf die Fahrerpaarung geblickt, sondern auch auf den neuen Teamchef Laurent Mekies. Zeigt sich schon eine Wende ab? Mehr dazu im Video:

Wende bei Red Bull: Macht sich Horner-Rauswurf bemerkbar? (27:08 Min.)