Zwei starke Regenschauer - einer direkt am Start, einer kurz vor dem Ziel - sorgten für maximales Chaos, einen Abbruch und ein chaotisches Finale mit einem Sechs-Runden-Sprint ins Ziel. Der Grand Prix der Niederlande 2023 war definitiv kein einfaches Formel 1-Debüt für Liam Lawson. Der Neuseeländer sprang damals für den verletzten Daniel Ricciardo bei AlphaTauri (heute Racing Bulls) ein.
"Es war ein chaotisches Wochenende. Das Qualifying war sehr schwierig, das Rennen war noch schwieriger. Ich erinnere mich, dass es im Rennen wahrscheinlich 20 Runden lang trocken war. Als ich meinen Rhythmus gefunden hatte, begann es wieder zu regnen. Es war also keine besonders angenehme Erfahrung", erinnert sich Lawson auch zwei Jahre später noch gut an sein F1-Debüt. Das Rennwochenende in Zandvoort beschreibt er als einzigen "Überlebenskampf".

2025 eine Wiederholung von 2023?
"Meine Erinnerungen an dieses Wochenende sind größtenteils von Angst und Druck geprägt. Ich war sehr erleichtert, als es vorbei war", verriet Liam Lawson. Dieses Jahr könnte es wieder turbulent werden: Die niederländischen Meteorologen sagen unbeständiges Wetter voraus. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit ist für das Qualifying am Samstag vorhergesagt. Grundsätzlich ist der 4,259 Kilometer lange Kurs einer, der Lawson gefällt.
Der Circuit Zandvoort vermittelt mit den schnellen, flüssigen Kurven, den Kiesbetten und den Steilkurven ein Old-School-Feeling. "Die Strecke ist körperlich anspruchsvoll, denn es gibt viele überhöhte Kurven und generell hohe Geschwindigkeiten. Die wenigen Geraden sind relativ kurz, daher ist der Kurs für uns Fahrer sehr anstrengend. Aber er ist auch sehr aufregend", meinte Lawson.
Streckencharakteristik Circuit Zandvoort:
- Streckenlänge: 4,259 km
- Anzahl der Kurven: 14 (vier Links-, zehn Rechtskurven)
- Vollgasanteil (Rundendistanz): 65%
- Gangwechsel pro Runde: 45
- Höchstgeschwindigkeit: 317,9 km/h
- Maximale seitliche G-Kräfte: 4,6 (Turn7)
Lawson: Hier begann meine Karriere
Auf der älteren Layoutversion des Circuit Zandvoort hat Lawson, damals 15 Jahre jung, seine ersten Schritte im Motorsport getan. "Ich bin hier meinen ersten F4-Test gefahren. Das war mein allererster internationaler Test. Auch wenn sich seitdem das Layout verändert hat, ist Zandvoort für mich der Ort, an dem meine Karriere begonnen hat", so Lawson. Ginge es nach dem Racing-Bulls-Piloten würde Zandvoort weiterhin im F1-Rennkalender bleiben, doch nach 2026 ist mit dem Großen Preis der Niederlande Schluss.
Auf die Frage, wie es um seine eigene Zukunft bestellt ist, blieb Lawson vage. "Natürlich gibt es im Hintergrund Gespräche. Wir alle wissen, dass alles von der eigenen Performance abhängt. Also konzentriere ich mich von Rennen zu Rennen", sagte Lawson, der nach der Degradierung von Red Bull zu den Racing Bulls wieder zu seiner Form gefunden hat. Seit dem Österreich GP ist das Duell zwischen ihm und Teamkollege Isack Hadjar deutlich ausgeglichener.
Mehr zum teaminternen Duell und wie sich Racing Bulls bis zur Sommerpause geschlagen hat, gibt es hier zu lesen:



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