Isack Hadjars Weg in die Formel 1 war steinig. Mittlerweile ist er in der Königsklasse angekommen – und liefert ab. Hadjar ist in der Sommerpause mit 22 gesammelten Punkten bester Racing-Bulls-Pilot und damit abgesehen von Mercedes-Pilot Kimi Antonelli auch auf dem Papier bester Rookie. Ein so guter Saisonbeginn war jedoch lange nicht abzusehen. Sieht er sich nun auch selbst als besten Rookie 2025? Das will der Franzose nicht beurteilen.

Hadjar: Alle F1-Rookies haben unterschiedliche Autos

Hadjar kann sich insbesondere nicht entscheiden, da alle Rookies mit unterschiedlichen Autos und Teamkollegen unterwegs sind. Von den Piloten, die ihre erste volle F1-Saison absolvieren, sitzen nur er und Liam Lawson bei den Racing Bulls im gleichen Auto und sind direkt miteinander vergleichbar.

Doch auch dieser Vergleich hinkt, denn Liam Lawson absolvierte schon 2023 und 2024 Rennen – und startete die Saison bei Red Bull. Ein wirklicher Neuling ist der Neuseeländer damit nicht.

"Ich glaube, es ist sehr schwer, da eine Entscheidung zu treffen, weil wir alle unterschiedliche Autos haben. Also ganz ehrlich: Abgesehen von mir ist es unmöglich, eine Entscheidung zu treffen, weil alle wirklich gut abschneiden. Sie sind alle schnell, und haben ihre Teamkollegen geschlagen. Es ist schwer, da eine Entscheidung zu treffen", sagt Hadjar.

Hadjars Weg in die F1: Zweifel und Helmut Markos Glaube

Ein so guter Start für den Rookie war allerdings alles andere als selbstverständlich. Hadjar hatte wenig Testzeit vor seinem Einstieg in die Formel 1. "Ich hatte Zweifel, weil ich nicht viele Kilometer gefahren bin. Es ist ein großer Schritt von der Formel 2. Aber jetzt bin ich voll an die Geschwindigkeit gewöhnt", so Hadjar.

Und selbst vor Hadjars Beförderung lief es nicht rund. 2023 absolvierte er seine Rookie-Saison bei Hitech und wurde lediglich 14. in der Fahrerwertung. Auch gegen Teamkollege Jack Crawford zog er knapp den Kürzeren. Bis er 2024 eine deutliche Steigerung hinlegte, war der Schritt in die Königsklasse alles andere als sicher.

"Ich denke, die pure Geschwindigkeit und das Talent waren schon immer da. Ich erinnere mich, mein Jahr mit Hitech in der F2 war ein absoluter Albtraum. Da gab es diesen Moment, da dachte ich: Ich werde es nie in die F1 schaffen", verrät Hadjar.

Für die Saison 2024 wechselte er zu Campos, wo der Knoten schon im ersten Jahr platzte. Hadjar wurde hinter Gabriel Bortoleto Vizemeister. Doch nicht nur das Team und er hatten Anteil am Erfolg. "Ich hatte zum Glück die starke Unterstützung von Helmut [Marko, Anm. d. Red.]. Er hat immer an mich geglaubt und mir eine zweite Chance gegeben, die ich dann genutzt habe", sagt der Racing-Bulls-Pilot.

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