Während der britische Luxusautohersteller Aston Martin seit Monaten mit einem massiven Börsenkater kämpft, scheint die Nachfrage nach Investitionen in die Formel 1 ungebrochen zu sein.
Laut Bloomberg wird das Aston Martin Formel-1-Team mit rund 2,4 Milliarden Pfund (ca. 2,6 Milliarden Euro) bewertet. Insbesondere in den USA ist die Popularität der Königsklasse durch die Netflix-Serie "Drive to Survive" und zuletzt durch den Kinofilm "F1" mit Hollywoodstar Brad Pitt stark gestiegen.
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Aston Martin verkauft Anteil für 110 Mio. Euro
Entsprechend kam die Meldung, dass der börsennotierte Automobilhersteller Aston Martin Lagonda Global Holdings plc seine Minderheitsbeteiligung am Rennstall in Q3 dieses Jahres für 110 Millionen Pfund verkaufen wird, wenig überraschend. Vorstandsvorsitzender Adrian Hallmark bestätigte am Mittwoch, dass eine verbindliche Absichtserklärung mit einem Käufer unterzeichnet worden ist. Den Namen des Käufers wollte er nicht nennen.
Für den F1-Rennstall ändert sich nichts. Auch wenn sich der britische Luxusautohersteller Aston Martin als Minderheitsgesellschafter zurückzieht, wird das Team weiterhin unter dem Namen Aston Martin in der Formel 1 antreten. Durch einen langfristigen Markenvertrag bleibt die Geschäftsbeziehung zwischen Aston Martin und dem F1-Rennstall weiterhin aufrecht. "Unsere Marke wird noch viele Jahre lang an der Spitze des Motorsports präsent sein und an Wettbewerben teilnehmen", betonte Lawrence Stroll.
Stroll will seine Vision um jeden Preis verwirklichen
Der kanadische Geschäftsmann und sein "Yew Tree Konsortium" sind weiterhin Miteigentümer. Seit 2020 hat Stroll laut eigenen Angaben über 600 Millionen Pfund in das Unternehmen investiert. Erst 2023 erhöhte sein Konsortium den Anteil an der Unternehmensgruppe auf 27,67 Prozent. Im März hatte es zudem geheißen, dass Stroll den Investmentanteil seines "Yew Tree Konsortiums" an der Automarke Aston Martin auf etwa 33 Prozent erhöhen will.
"Ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich, was die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens angeht. Die kommenden Jahre werden für die Verwirklichung unserer Vision und unserer Ambitionen von entscheidender Bedeutung sein", sagte Stroll. Vor dem Großen Preis von Ungarn, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, liegt Aston Martin auf Rang acht der Konstrukteurswertung.
Mit dem neuen Reglement ab 2026 hofft Aston Martin vorne mitmischen zu können. Dafür baute das Team einen eigenen Windkanal in der Fabrik in Silverstone und holte Designgenie Adrian Newey an Bord. Der RB19 gilt als Meisterstreich des Briten. Der 2023er-Bolide von Red Bull war noch erfolgreicher als der F2002 oder F2004 aus dem Hause Ferrari, der Williams FW14B oder der McLaren MP4/4.



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