In bisher keinem der Europa-Rennen der Formel 1, die mit dem großen Preis der Emilia-Romagna vor über zwei Monaten begannen, hat Kimi Antonelli gepunktet. Die einzige Ausnahme war der Kanada Grand Prix. In Belgien musste er in beiden Qualifying-Sessions jeweils nach dem ersten Segment sein Auto abstellen. Infolgedessen sprach Antonelli offen über seinen Frust. Seine Fahrer-Kollegen sprechen ihm nun ihre Unterstützung aus. Sein Talent spricht ihm niemand ab.
F1-Rookies mit klarer Meinung: Antonelli ist sehr talentiert
Gabriel Bortoleto ist genauso wie Kimi Antonelli Rookie. Der Brasilianer fährt an der Seite von Nico Hülkenberg bei Sauber und konnte am vergangenen Wochenende in Belgien zwei Punkte sammeln. Er ist von Antonellis Talent überzeugt.
"Ich finde, Kimi ist ein sehr guter Fahrer, er ist talentiert. Ich bin letztes Jahr in der F2 gegen ihn gefahren. Er sitzt in einem guten Auto, einem sehr guten Auto, und er hat auch einen sehr starken Teamkollegen. Es ist also nicht einfach, in dieser Position zu sein", sagt Bortoleto.
Antonellis Saisonhighlights waren sein Podium in Kanada und seine Sprint-Pole in Miami für Mercedes. "Sie sind alle sehr schnell und haben ihre Teamkollegen im Qualifying geschlagen", sagt Isack Hadjar über alle Rookies 2025, Antonelli eingeschlossen.
Hamilton: Ich war mit 18 noch nicht so weit
Allerdings ist Antonelli der jüngste der Rookies. Erst am 25. August wird er 19. Einen Mentor hat er in Mercedes-Vorgänger Lewis Hamilton gefunden. Auch nach dem Rennen der Formel 1 in Spa sprach Hamilton Antonelli Mut zu.
"Ich sage ihm einfach immer, dass ich da bin. Ich finde es wichtig, anderen zu zeigen, dass sie nicht allein sind, und das sage ich ihm auch. Er ist 18. Ich meine, ich war mit 18 noch nicht so weit", sagt Hamilton.
Als Lewis Hamilton in der Königsklasse debütierte, war er mit 22 rund vier Jahre älter als Antonelli. Doch beide eint, dass sie jeweils einen besonders schweren Teamkollegen in ihrer ersten Saison erwischt haben. Antonelli muss mit Russell fertig werden, während Hamilton 2007 mit dem frischgebackenen zweifachen Weltmeister Fernando Alonso mithalten musste.
"Er hat dieses Jahr großartige Arbeit geleistet, besonders in der ersten Hälfte. Er hat eindeutig das Zeug dazu, es ist einfach eine schlechte Erfahrung gerade. Es ist sehr schwierig, wenn man erfolgreich sein will, mit all dem Druck umzugehen. Aber ich finde, er macht das wirklich gut", betont der Rekordweltmeister.
Russell: Antonelli macht angesichts seiner Erfahrung einen guten Job
Auch Teamkollege George Russell steht seinem Teamkollegen zur Seite. Russell hat Antonelli dieses Jahr klar im Griff. Im direkten Qualifying-Vergleich steht es 12 zu 1. Doch er findet Antonelli macht im Vergleich sogar Fortschritte. Das Auto dagegen scheint eher Rückschritte zu machen.
"Man könnte sagen, dass er wahrscheinlich sogar besser ist als zu Beginn des Jahres, wenn man sich den Rückstand bei den Rundenzeiten ansieht. Der Unterschied ist: In Kanada lag er auf Platz vier, über eine halbe Sekunde zurück. Und in Spa war er nur drei Zehntel hinter mir, aber das war der Unterschied zwischen Ausscheiden in Q1 und Weiterkommen in Q3", betont Russell.
"Das Team hat ihm also sehr deutlich gemacht, dass er sich über diese Ergebnisse keine Sorgen machen muss. Angesichts seiner Erfahrung macht er immer noch einen sehr guten Job. Und das Auto hat uns beide zurückgeworfen. Aber es ist nie einfach, wenn das Auto nicht die Leistung bringt, die man erwartet", so Russell.



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