George Russell hat es endlich wieder einmal geschafft. Im Sprint-Qualifying bei der Formel 1 in Kanada zeigt er seinem jungen Teamkollegen Kimi Antonelli nach einem Durchhänger die Grenzen auf und holt sich die Pole Position für das Kurzrennen. Doch der Abstand zwischen den beiden Mercedes war haarscharf: 0,068 Sekunden war Antonelli hinten. Das Top-Trio vervollständigt Lando Norris, mit Oscar Piastri auf P4 ist McLaren wieder die zweite Macht hinter den Silberpfeilen.
Im ersten und einzigen Freien Training präsentierte sich eigentlich Ferrari als erste Verfolger, doch Charles Leclerc und Lewis Hamilton mussten sich im Sprint-Qualifying der Papaya-Mannschaft geschlagen geben. Aber der Rekordweltmeister konnte einen kleinen, persönlichen Erfolg feiern. Er platzierte sich mit P5 vor Leclerc. Die vierte Startreihe gehört Red Bull. Max Verstappen war nach einem soliden FP1 im Sprint-Quali gar nicht mehr glücklich mit seinem RB22, Isack Hadjar stand seinem Teamkollegen mit einer Zehntel Abstand in fast nichts nach.
Mit Platz neun beeindruckte Rookie Arvid Lindblad. Als einziger verbleibender Racing-Bulls-Fahrer zeigte er, was der VCARB 02 auf dem Circuit Gilles Villeneuve schaffen konnte. Sein Teamkollege Liam Lawson war nach einem Defekt im FP1 im späteren Sprint-Qualifying gar nicht angetreten. Ähnlich erging es Carlos Sainz, der mit Platz zehn die beste Startposition für einen Williams in dieser Saison einfuhr. Sein Teamkollege Alex Albon musste die Zeitenjagd ebenfalls aussetzen, nachdem er im Training mit einem Murmeltier kollidierte. Sein FW48 trug zu große Schäden davon.
Fernando Alonso hat eine Sensation für Aston Martin geschafft. Er qualifizierte sich tatsächlich für das SQ2, konnte seine Chance aber nicht nutzen. Auf den letzten Metern des SQ1 verlor seinen AMR26 und setzte ihn in die Wand. Wegen der roten Flagge konnten einige – wie zum Beispiel Pierre Gasly (P19) – keine Runde mehr fahren und Alonso stieg auf, obwohl er nicht mitfahren konnte. Mit Platz 16 ist es dennoch die beste Startposition für Aston Martin in diesem Jahr.
Formel 1 in Miami: Die Startaufstellung für den Sprint
| Position | Name | Team |
|---|---|---|
| 1 | George Russell | Mercedes |
| 2 | Kimi Antonelli | Mercedes |
| 3 | Lando Norris | McLaren |
| 4 | Oscar Piastri | McLaren |
| 5 | Lewis Hamilton | Ferrari |
| 6 | Charles Leclerc | Ferrari |
| 7 | Max Verstappen | Red Bull |
| 8 | Isack Hadjar | Red Bull |
| 9 | Arvid Lindblad | Racing Bulls |
| 10 | Carlos Sainz | Williams |
| 11 | Nico Hülkenberg | Audi |
| 12 | Gabriel Bortoleto | Audi |
| 13 | Franco Colapinto | Alpine |
| 14 | Esteban Ocon | Haas |
| 15 | Oliver Bearman | Haas |
| 16 | Fernando Alonso | Aston Martin |
| 17 | Sergio Perez | Cadillac |
| 18 | Lance Stroll | Aston Martin |
| 19 | Pierre Gasly | Alpine |
| 20 | Valtteri Bottas | Cadillac |
| 21 | Alex Albon | Williams |
| 22 | Liam Lawson | Racing Bulls |
Der erste Sprint in Kanada: Mercedes mit generalsaniertem W17 entflohen
Bei einer Rundenzeit von lediglich ungefähr 1:13-Minuten ist eigentlich von kleinen Abständen zwischen den Fahrern auszugehen. Und tatsächlich sind zwischen Lando Norris auf P3 und Lewis Hamilton auf P5 nur 0,046 Sekunden. Doch davor klafft die Lücke auf. Mercedes ist etwa drei Zehntel vor der Konkurrenz. Die Silberpfeile sind mit einem komplett überarbeiteten W17 nach Montreal gereist, nachdem sie beim quasi zweiten Saisonauftakt in Miami mit Updates sparten.
Da Russell und Antonelli schon 2025 eine Macht auf dem Circuit Gilles Villeneuve waren, ist davon auszugehen, dass sie sich im Sprint nur selbst in die Quere kommen können. Es wird das erste Kurzrennen in Kanada sein. Der staubige Straßenkurs ist eine anspruchsvolle Stop-and-Go-Strecke und verlangt den Reifen viel ab. Pirelli gibt dem Medium-Pneu eine Lebensdauer von etwa 14 Runden, der Sprint ist auf 23 Runden angesetzt. Der Samstag soll trocken bleiben, der Sonntag nicht. Wieso Gasly seine F1-Kollegen warnt und was das mit 2011 zu tun hat, könnt ihr hier lesen:



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