Nico Hülkenberg startet den Belgien Grand Prix von Position 14. Im Vergleich zum Sprint-Qualifying ist das zwar eine Verbesserung von drei Plätzen, doch im teaminternen Duell gegen Gabriel Bortoleto zog Hülkenberg damit wieder den Kürzeren. Wo verlor Hülkenberg die Zeit auf den Teamkollegen? Und was wäre morgen bei Regen drin? In Silverstone lagen diese Bedingungen Hülkenberg bekanntlich ziemlich gut.

Hülkenberg: Rundenzeit hat auf der Geraden gefehlt

Auf die Zeit von Gabriel Bortoleto fehlten Hülkenberg in Q2 mehr als drei Zehntel. Sonderlich knapp war der Abstand also nicht. Hülkenberg sieht den Hauptverlust der Zeit auf den Geraden. "Ich war einfach eine bis zwei Sekunden zu weit vom Auto vor mir weg. Die Rundenzeit auf der Geraden hat gefehlt. Das ist nicht ideal. Da haben wir dann ein bisschen zu viel Zeit verloren. Wenn es so knapp ist, macht das dann schon einen Unterschied", erklärt Nico Hülkenberg.

Im direkten Vergleich ist Hülkenberg nach Augenmaß tatsächlich ein bisschen weiter vom vor ihm fahrenden Formel-1-Auto entfernt als Bortoleto. Allerdings erscheint der Unterschied keine drei Zehntel wert. Zu einem Einzug in die Top-10 fehlten Hülkenberg zwei Zehntel.

Hülkenberg mit besserem Gefühl im F1-Auto

Dennoch kann Hülkenberg aus dem Samstag einige positive Aspekte ziehen. "Dafür war das Gefühl im Auto jetzt deutlich besser als gestern und heute Morgen. Ich habe mich gut verbessert, einen besseren Rhythmus gefunden und mehr Selbstvertrauen gewonnen", berichtet Hülkenberg.

Und das trotz einer kurzen kritischen Szene zu Beginn von Q1. Hülkenberg wollte sich in der Boxengasse in die Fast Lane drängen. Die Sauber-Box ist wie so oft auch in Spa die letzte Box. Daher müssen die Piloten, sollte sich in der Box ein Stau bilden, entweder alle Autos passieren lassen, oder die Eigeninitiative ergreifen.

Hülkenberg tat zweiteres, allerdings wehrte sich Lance Stroll dagegen und fuhr Hülkenberg einfach über den Frontflügel. Eine Strafe gab es für die Situation allerdings für keinen von beiden.

Was geht für Hülkenberg bei Regen in Spa?

Die Wetterlage morgen könnte durchaus an das vergangene Rennen der Formel 1 in Silverstone erinnern. Dort glänzten Hülkenberg und Sauber mit Konstanz und richtigen Entscheidungen bezüglich Reifenwechseln und sicherte sich so sein erstes Podium seiner Formel-1-Karriere.

Ein gutes Omen für eine ähnliche Wetterlage in Spa? "Nur weil es dort richtig war, heißt das nicht, dass es hier auch richtig sein wird. Es ist sehr hart und schwierig, besonders hier in Spa, auch bei so einer langen Runde. Die Bedingungen können von einer Stelle zur anderen auf der Strecke sehr unterschiedlich sein", relativiert Hülkenberg. Ein Selbstläufer wird das Rennen daher auf keinen Fall.

Änderungen haben Hülkenberg und Sauber bezüglich des Abtriebs, so wie die meisten anderen Teams auch, vorgenommen. "Mehr Abtrieb ist bei Nässe offensichtlich von Vorteil. Ich denke, wir haben heute einen Schritt in diese Richtung gemacht. Aber ich denke, das haben wahrscheinlich alle anderen auch getan", sagt der Deutsche.

Hamilton knallhart: 'Inakzeptabel!' So kam es zur Quali-Blamage (09:38 Min.)