Alpines Freitag in Imola war besonders auf Pierre Gaslys Garagenseite ein Erfolg. In FP1 wurde der Franzose Sechster, in FP2 gar dritter. Neu-Teamkollege Franco Colapinto tat sich dagegen deutlich schwerer. In beiden Sessions fehlte dem Argentinier ein gutes Stück. Dafür tat er sich besonders im finalen Teil des zweiten Freien Trainings hervor. Nicht mit starken Zeiten, dafür aber mit einem starkem Zweikampfverhalten gegen viele Fahrer der Top-Teams. Darunter auch Max Verstappen.

Colapinto kämpft gegen Russell, Verstappen, Norris und Piastri

Der Reihe nach mussten Lando Norris, Oscar Piastri, Max Verstappen und George Russell am Argentinier vorbei. Doch eine Spazierfahrt wurde es für keinen der Vier. Denn Colapinto verteidigte sich auch mit DRS. Übrigens auf Anweisung des Teams. Das sollte wohl auch zum Eingewöhnen und Trainieren für Colapinto dienen. Der fuhr seinen letzten Grand Prix in Abu Dhabi 2024 für Williams.

Besonders Max Verstappen trieb das zur Weißglut. "Was macht der Typ da? Er benutzt DRS!", meckerte der Weltmeister am Funk. Norris, Piastri und Verstappen kamen allerdings alle am Argentinier vorbei. Piastri als einziger auf der langen Geraden. Norris und Verstappen mühten sich in Kurve neun an Colapinto vorbei.

George Russell und Charles Leclerc verzweifelten. Zwischenzeitlich hingen beide hinter dem Alpine fest. Leclerc verlangsamte als erster und schuf sich so eine Lücke. Russell gab kurze Zeit später ebenfalls auf. Colapinto zeigte sich zufrieden mit seinem Tag.

"Wir müssen noch viel am Setup arbeiten, aber ich fühle mich langsam wohler. Ich muss noch viel lernen und mich an das Auto gewöhnen, aber ich baue meinen Rhythmus auf und war am Ende des Tages schon etwas konkurrenzfähiger", so Colapinto.

Gasly feiert Imola-Performance: Bester Freitag des Jahres!

Pierre Gasly tat sich mehr auf dem Zeiten-Tableau hervor. Der Franzose beendete FP2 auf Position drei. "Das Auto ist deutlich besser als in Miami. “Es hat so reagiert, wie ich wollte. Die Performance ist da", so Gasly.

Ganz so weit nach vorne wie P3 wird es für Alpine allerdings kaum gehen. Die meisten Top-Teams halten am Freitag etwas mehr Performance zurück. "Manche verstecken am Freitag traditionell mehr Performance, aber das war definitiv der beste Freitag des Jahres", sagt Gasly.

Für Alpine sind nach wie vor Punkte das erklärte Ziel. Dafür wäre ein Q3-Einzug am Samstag essenziell. Denn sonderlich überholfreundlich ist das Autodromo Enzo e Dino Ferrari nicht. "Wir wissen, dass das Feld am Samstag näher zusammenrückt. Aber wenn wir noch ein bisschen Pace finden, sind wir im Kampf um Q3."

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