Die 24 Stunden von Le Mans 2026 bleiben am Sonntagmorgen eine offene Angelegenheit mit mehreren potenziellen Sieganwärtern. Nach 16 absolvierten Stunden und mehr als 260 Runden befinden sich sechs der 18 Hypercars in der Führungsrunde.
Am Morgen gegen 8 Uhr lag Will Stevens im #12 Jota-Cadillac (Stevens, Nato, Deletraz) nach bisher 22 Boxenstopps in Führung. Der Brite behauptete einen Vorsprung von 40 Sekunden auf den Zweitplatzierten Brendon Hartley im #8 Toyota (Buemi, Hartley, Hirakawa), obwohl die Crew in der Nacht eine Durchfahrtstrafe wegen eines Gelb-Vergehens kassiert hatte.
BMW kämpft um Sieg bei 24h Le Mans
Ebenfalls in der Verlosung: Der #20 BMW M Hybrid V8 (Rast, Frijns, S. van der Linde), den Rene Rast kurz nach dem Start am Samstag in Führung gebracht hatte und wo Teamkollege Sheldon van der Linde derzeit den Cadillac mit 47 Sekunden Abstand jagt.
Den ersten Ausfall in der Hypercar-Klasse markierte der #38 Cadillac (Bourdais, Bamber, Aitken), den das Team Jota um Teamchef Dieter Gass am Morgen gegen 8 Uhr abmelden musste. Der V-Series.R litt an einem Problem mit der Servolenkung, das auch nach einer langen Reparaturphase nicht behoben werden konnte.
Damit muss Jota-Cadillac beim Kampf um den Sieg ebenso auf nur noch ein siegfähiges Fahrzeug setzen wie BMW. Der Autobauer aus München musste am Samstagabend einen Rückschlag mit dem #15 M Hybrid verkraften, der das Rennen von der Pole Position aufgenommen hatte: Polesetter Dries Vanthoor kollidierte in den Porsche-Kurven mit einem LMP2 und zog sich dabei einen Schaden am Bodywork sowie am Reifen zu. Die Crew um Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen hinkt mit sechs Runden hinterher.
Toyota mischt vorne mit - Probleme bei Ferrari
Toyota hat unterdessen weiter zwei heiße Eisen im Feuer: Neben dem Zweitplatzierten #8 TR010 Hybrid lag das Schwesterauto mit der Startnummer #7 (Conway, Kobayashi, De Vries) an aussichtsreicher vierter Stelle.
Auf den Plätzen fünf und sechs folgten der #51 Weltmeister-Ferrari mit Antonio Giovinazzi und Yifei Ye im #83 Vorjahressieger-Ferrari von AF Corse. Der gelbe Privat-Ferrari verlor in den frühen Morgenstunden wegen einer Durchfahrtstrafe (Gelb-Verstoß) wertvolle Zeit. Der dritte Ferrari im Bunde, das #50 Auto, ist unterdessen raus aus dem Kampf um den Sieg nach einem technischen Problem in der Nacht.
Ferdinand Habsburg im #35 Alpine A424 und Filipe Albuquerque im #101 Cadillac von IMSA-Gaststarter Wayne Taylor Racing komplettierten die Top-8. Die US-amerikanische Crew kassierte ebenfalls eine Durchfahrtstrafe wegen eines Vergehens unter gelben Flaggen.
Porsche-Star Kevin Estre crasht LMP2
In der LMP2-Klasse führte die #43 Crew von Inter Europol Competition (Jakub Smiechowski, Tom Dillmann, Nick Yelloly) im munteren Wechsel mit dem stark besetzten #30 Duqueine, den sich die Französin Doriane Pin mit Porsche-Werksfahrer Julien Andlauer und McLaren-Nachwuchsmann Richard Verschoor teilt.
Kevin Estre, ein weiterer Porsche-Werkspilot im LMP2-Feld, crashte am Sonntagmorgen mit seinem TDS-Racing-Boliden. In der LMGT3-Kategorie führt die #33 Corvette von TF Sport (Nicky, Catsburg, Jonny Edgar, Ben Keating).



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