Für Andre Lotterer sind die 24 Stunden von Le Mans 2026 beim Debüt seines neuen Arbeitgebers Genesis Magma Racing vorzeitig beendet. Sein junger Teamkollege Mathys Jaubert erlitt am Sonntagmorgen gegen 08:30 Uhr einen Schaden an der Aufhängung, der den technischen K.o. bedeutete. Eine halbe Stunde später bestätigte der Autobauer aus Korea die Abmeldung des #17 GMR-001, den sich Lotterer und Jaubert mit dem erfahrenen Brasilianer Pipo Derani teilten.
Lotterer und Co. fuhren zum Zeitpunkt des Ausfalls mit einem Rundenrückstand auf die Spitzengruppe, angeführt vom #20 BMW M Hybrid um Rene Rast. Nach dem Lotterer-Aus ist der dreifache DTM-Champion Rast der letzte der beiden deutschen Fahrer in der Hypercar-Klasse, die sich Chancen auf den Gesamtsieg bei der 94. Auflage der 24h Le Mans ausrechnen können.
Aus für Lotterer-Auto: Erster Rückschlag für Genesis
Der Ausfall des #17 LMDh-Prototypen bildete den ersten größeren Rückschlag für Neueinsteiger Genesis Magma Racing bei der Premiere in Le Mans. Nun ruhen die Hoffnungen auf dem Schwesterauto, zumindest die Zielflagge zu erreichen. Das wäre durchaus ein Erfolg und der Lohn eines überraschend starken Debüts: Genesis hatte schon im Qualifying mit den Startplätzen sechs und neun für Furore gesorgt.
Das Tochterunternehmen von Hyundai, dem drittgrößten Autobauer der Welt, hinterlässt bislang einen guten Eindruck im ersten WEC-Jahr und hat bereits WM-Punkte eingefahren. Es dürfte erwartungsgemäß aber noch eine Weile dauern, bis Lotterer auf Augenhöhe um seinen vierten Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans kämpfen kann. Der 44-Jährige gewann 2011, 2012 und 2014 mit Audi.
Nach 261 Runden ist Schluss für Lotterer in Le Mans
Der inzwischen 15-malige Le-Mans-Starter Lotterer wechselte später zu Porsche und gewann 2024 die WEC-Fahrer-Weltmeisterschaft. Für den gebürtigen Duisburger war dennoch kein Platz mehr bei den Zuffenhausenern, und so heuerte er bei Newcomer Genesis Magma Racing an, um die Entwicklung des Fahrzeuges und den Aufbau des Teams mit seiner immensen Langstrecken-Erfahrung zu unterstützen.
Die Crew um Lotterer kam in Le Mans 261 Runden weit, bis die Aufhängung schlappmachte. Zuvor wurde die #17 durch einen schleichenden Plattfuß sowie den Wechsel der Frontpartie nach einem Kontakt zurückgeworfen.

Lotterer nach seinem letzten Stint am frühen Sonntagmorgen: "Das Auto läuft gut, wir haben keine Probleme. In den Kurven sind wir schnell, aber bei der Beschleunigung fehlt einiges. Das ist hart, weil du nur in den Kurven Zeit gutmachen kannst und bis an die Grenzen pushen musst."
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