Yuki Tsunoda oder Liam Lawson? Die große Frage um die Wahl des zweiten Red-Bull-Fahrers bestimmte die ersten Monate des neuen Formel-1-Jahres und fand erst vor zwei Wochen mit der Degradierung von Lawson eine Antwort. Nach den ersten drei Grands Prix der Saison liegt neben Max Verstappen allerdings ein Red-Bull-Junior vor beiden RBR-Piloten: Isack Hadjar.
Der Franzose hat mit dem achten Platz in Japan vier Punkte auf dem Konto und damit mehr als sein ehemaliger und sein derzeitiger Teamkollege. Dabei ist es nicht unbedingt ein Nachteil, nominell im schwächeren Team zu sein, denn der VCARB-02 gilt als deutlich einfacher zu fahren als der RB21. Dennoch hat Hadjar nach wie vor nur ein Ziel vor Augen: Ein Cockpit bei den Bullen.
Isack Hadjar hat keine Angst vor Verstappen: Macht nur noch mehr Lust auf Red Bull
Dass er dabei als Teamkollege von Max Verstappen einen schweren Stand haben würde und Gefahr laufen würde, sich in die Liste an Red-Bull-Junioren einzureihen, die an der Seite des Champions scheitern und dadurch abgeschrieben werden, stört ihn nicht. Ganz im Gegenteil. "Auch wenn es jetzt so aussieht, dass es sehr schwierig ist, neben Max zu bestehen. Das macht mir nur noch mehr Lust, dorthin zu gehen", so Hadjar.
"Ich möchte herausfinden, wie es ist und was dort läuft", gibt sich Hadjar selbstbewusst und erklärte ein Red-Bull-Cockpit zu seinem Hauptziel. Kurz- und mittelfristig ist trotz der häufig volatilen Fahrersituation bei Red Bull ein Aufstieg ins Werksteam aber noch kein Diskussionsthema. Denn nach dem Einstand von Tsunoda am letzten Wochenende betonten die Verantwortungsträger, mit dem Japaner weitermachen zu wollen. Obwohl Tsunoda in Suzuka punktelos blieb, zeigte er einen deutlich besseren Grundspeed als sein Vorgänger und wurde in erster Linie durch einen Fahrfehler in Q2 von einem besseren Resultat abgehalten.
WM-Tabelle kein Thema: Tsunoda hatte sehr viel Pech
Hadjar will den Blick auf die WM-Wertung, in der der Racing-Bull-Pilot einen Zähler mehr als Tsunoda vorweist, nicht für bare Münze nehmen: "Yuki hatte viel Pech in den ersten zwei Wochenenden, um ehrlich zu sein. Er sollte viel mehr Punkte in der Tasche haben, deshalb ist das nicht fair", erklärte Hadjar.
Formel 1 Tabelle: F1 WM Stand 2025
Auf dem Bahrain International Circuit geht der Formel-2-Aufsteiger in sein drittes Rennwochenende. Nachdem er beim Saisonauftakt der Formel 1 in Australien einen peinlichen Unfall auf der Einführungsrunde zu verzeichnen hatte, sammelte er seitdem fast nur noch positive Schlagzeilen.
Zuletzt qualifizierte er sich zweimal in Serie als bester Mittelfeld-Pilot auf der siebten Position, in Bahrain trifft er nun erstmals auf eine Strecke, die für ihn in einem F1-Boliden kein Neuland ist. Die Testfahrten in Februar fanden bereits auf der Golf-Insel statt. So groß sei der Vorteil aber nicht: "Wir alle kennen die Strecke sehr gut, ich fühle mich zuversichtlich. Die Bedingungen sind aber komplett anders als bei den Testfahrten", mahnte Hadjar.



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