Die große Premiere des F1 75 Events liegt hinter uns. In einer bis dato nie dagewesenen Veranstaltung präsentierten alle zehn Formel-1-Teams gelichzeitig ihre Lackierungen für die Saison 2025. Während sich einige Teams zu umfangreichen Veränderungen hinreißen ließen, sind wiederum andere Teams ihrem Design aus der vergangenen Saison weitestgehend treu geblieben. Doch welche der Lackierungen ist die schönste für die Formel-1-Saison 2025? Das sagt die Motorsport-Magazin.com Redaktion.
Welche Livery ist für euch die schönste in dieser Saison? Auch ihr Leser könnt über das hübscheste Design in dieser Saison abstimmen. Den Link zur Abstimmung inklusive Bilder zu allen neuen Fahrzeugen gibt es hier:
Platz 10: Alpine

Im Rennen um den letzten Platz im Schönheitsranking lieferten sich zwei Teams ein enges Kopf-an-Kopf-Duell. Am Ende setzte sich Alpine durch und verabschiedet sich in seinem letzten Jahr als Werksteam mit dem hässlichsten Formel-1-Auto 2025. Die durch den Hauptsponsor BWT bedingte Kombination aus Blau und Rosa harmoniert auch im vierten Jahr der gemeinsamen Partnerschaft nicht wirklich. Im Vergleich zum Vorjahr tut es dem Chassis gut, dass der gewichtsbedingte Schwarzanteil zurückgegangen ist und das Auto mit mehr blauer Farbe ausgefüllt wurde. Dennoch waren die optischen Möglichkeiten durch die „komplizierte“ Farbkombination begrenzt. Anonymes Zitat aus der Redaktion: „Das könnte ein Hot-Wheels-Formel-1-Auto sein.“ Vielleicht im nächsten Jahr wieder, Alpine.
Platz 9: Sauber

Wie bereits angesprochen, kam der Sauber im internen Redaktionsranking nur marginal besser weg. Der neue Bolide von Nico Hülkenberg bleibt im Vergleich zum Vorjahr bei seinen zwei Grundfarben Hellgrün und Schwarz, besticht allerdings auch in diesem Jahr nicht wirklich mit einer kreativen Lackierung. Vorne ist der C45 komplett in der giftigen Farbe gehalten, die zur Mitte hin in tiefes Schwarz überläuft. Es erinnert ein wenig an die Testfahrten im Vorfeld der Saison, bei denen die Boliden meist mit neongrüner FloViz-Farbe eingesprüht werden, um Luftströme darzustellen. In der Redaktion kam das jedenfalls nicht gut an.
Platz 8: Aston Martin

Zwischen dem achten und dem dritten Platz dieses Rankings entschieden Nuancen über die jeweiligen Platzierungen. Den Anfang macht hierbei Aston Martin, das sich als einziges Mittelfeldteam entschied, wieder mehr schwarze Farbe auf seinen neuen Boliden zu packen. Das ist doppelt bitter, wenn dafür das traditionsreiche und hochgelobte British Racing Green weichen muss. Ansonsten hat sich am AMR25 im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Die Airbox erstrahlt nun im saudi-arabischen Sponsorenweiß, die Nummern auf der Nase sind dafür in giftigem Grün aufgeklebt. Auch das hilft dem Look des neuen Autos von Fernando Alonso und Lance Stroll nur bedingt.
Platz 7: Mercedes

Mit dem Abgang von Lewis Hamilton hat sich bei Mercedes in dieser Winterpause einiges verändert. Das Auto bleibt hingegen seiner Linie aus der vergangenen Saison treu – böse Zungen würden behaupten, es hat sich fast gar nichts verändert. Die größte Geschichte rund um die „neue“ Mercedes-Lackierung dreht sich ohnehin um den Hauptsponsor INEOS, der seine Präsenz im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgeschraubt hat. Was im Zuge der kolportierten Schulden von über 10 Milliarden Euro mit dem Sponsoring passiert, ist noch unklar. Ändert allerdings nichts daran, dass sich Mercedes auch in diesem Jahr nicht wirklich zwischen Schwarz- und Silberpfeil entscheiden konnte. Das kam in der Redaktion unterschiedlich gut an.
Platz 6: Williams

Nachdem Williams das Auto vor dem Launch bereits mit einer alten Lackierung vorstellte, kamen Fans des Traditionsteams am Dienstag endlich in den Genuss des neuen Looks. Eine große Veränderung nahm das Team rund um den neuen Piloten Carlos Sainz nicht vor, dennoch kommt der FW47 mit seinen beiden ineinander übergehenden Blautönen schlicht, aber schick daher. Die Nase ist in dunklem Marineblau gehalten, das nach hinten hin graduell heller wird. Auch die Duracell-Airbox bleibt ein nettes Sponsoren-Gimmick. Nichtsdestotrotz ist die Lackierung des FW47 vor allem im Vergleich zum Rest der Formel 1 eher unspektakulär.
Platz 5: Haas

Die Bilder des VF-25 waren bereits im Vorfeld des Launch-Events durchgesickert und ließen bei einigen Formel-1-Fans Freude aufkommen. Haas geht 2025 wieder etwas zurück zu seinen Wurzeln und erhöht in diesem Jahr den Weißanteil am neuen Boliden deutlich. Die Nase sowie der Seitenkasten, die im letzten Jahr noch überwiegend Schwarz waren, wurden heuer fast komplett in Weiß eingekleidet. Das tut dem Farbbild der Formel-1-Boliden, die in den letzten Jahren übermäßig schwarz waren, insgesamt gut und wird mit dem fünften Platz im MSM-Ranking belohnt.
Platz 4: McLaren

Um das letztjährige Auto zu würdigen, mit dem McLaren nach vielen Jahren endlich wieder Konstrukteurs-Weltmeister wurde, entschied sich das Team aus Woking, das Design für 2025 kaum bis gar nicht zu verändern – so zumindest die Begründung von Teamchef Andrea Stella. Ob das eine einfache Ausrede für die mangelnde Kreativität seines Design-Teams ist, wissen wir nicht. Was wir allerdings wissen: Der Papaya-Look mit den Karbonelementen harmoniert auch in diesem Jahr sehr gut. Lediglich die neuen blauen Spiegel stechen auf den ersten Blick heraus, ansonsten erinnert der MCL39 doch sehr stark an seinen Vorgänger. Never change a winning car – oder so ähnlich…
Platz 3: Red Bull

"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit – aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein, 1879. Hätte der Entdecker der Relativitätstheorie noch etwa 50 Jahre länger gelebt, hätte er sein legendäres Zitat um die Konstanz der Formel-1-Lackierungen von Red Bull erweitern können. Wie zu erwarten, bleibt sich Red Bull auch in dieser Saison in seiner Design-Philosophie treu. Veränderungen, wie die vereinzelten dunkelroten Akzente, muss man hier mit der Lupe suchen. Dennoch kommt das Design weiterhin gut an und landet auf dem Podium.
Platz 2: Ferrari

Die ersten beiden Plätze setzten sich in der Bewertung deutlich vom Rest des Feldes ab und gelten damit klar als die schönsten Lackierungen der kommenden Saison. Das Motto lautet hier: Mut wird belohnt. Ferrari macht den Anfang, wobei die Scuderia mit einem auffälligen vertikalen weißen Streifen einiges gewagt hat, wodurch das Logo des Hauptsponsors HP organischer platziert erscheint. Die neue rote Göttin wird im Vergleich zur Vorsaison außerdem etwas dunkler. Eigentlich kann Ferrari mit seinem Design durch die edlen Grundfarben nicht besonders viel falsch machen – so ehrlich muss man sein. Doch dass sich die Scuderia den Schritt zurück zu Weiß und weg von Schwarz traut, rechnet ihr die Redaktion hoch an. Platz zwei für Ferrari.
Platz 1: Racing Bulls

Der erste Platz im MSM-Design-Ranking und damit das schönste Auto der Formel-1-Saison 2025 geht an das Red-Bull-Schwesterteam aus Faenza, die Racing Bulls. Das Juniorteam überraschte beim Launch alle mit einer radikal veränderten Lackierung – weg vom ehemaligen Toro-Rosso-Look hin zu einem weißen Red Bull, wenn man so will. Der VCARB02 erinnert stark an die spezielle Honda-Abschiedslackierung, die Red Bull beim Großen Preis der Türkei 2021 auf die Strecke brachte. Erstmals in der Geschichte des Teams sind die Red-Bull-Logos auch in ihrer originalen Farbpalette an Nase und Airbox platziert. Im hinteren Teil des Chassis finden sich mit den vielen kleinen Bullen zusätzliche Designdetails. Lediglich das grüne Logo des Sponsors CashApp störte einige Redakteure, doch das verkam zur Randnotiz, denn fast alle waren sich einig: Die Racing Bulls haben in diesem Jahr die schönste Lackierung auf die Beine gestellt. Vielleicht ein Ansporn für die anderen Teams, sich in Zukunft bei den Designs ebenfalls mehr zu trauen.



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