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Formel 1, Mazepin zeigt Reue: Würde manche Dinge anders machen

Nikita Mazepin und Mick Schumacher kamen sich bereits einige Male in die Quere. Der Russe möchte weiterhin hart kämpfen, bereut einige Aktionen allerdings.
von Samuel Marton & Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Nikita Mazepin und Mick Schumacher: Das Verhältnis der beiden Haas Teamkollegen ist ein skurriles und sorgte in jüngerer Vergangenheit bereits für einige Schlagzeilen. Schließlich schenken sich die Rookies auf der Strecke nichts - so kam es schon zu teaminternen Kollisionen und anschließenden Anschuldigungen. Vor allem der Russe fällt durch seinen aggressiven Fahrstil auf.

Auf der anderen Seite geben sich Mazepin und Schumacher neben der Strecke versöhnlich. Ganz so schlecht wie häufig angenommen verstehen sich die Haas-Piloten also doch nicht. Nichtsdestotrotz möchte Mazepin weiterhin auch gegen Schumacher hart kämpfen und nicht zurückstecken. Nur ein paar Aktionen bereut der Russe.

Mazepin über Schumacher: Er ist ein netter Junge

Haas-Teamchef Günther Steiner hat keine leichte Aufgabe. Kaum haben Kevin Magnussen und Romain Grosjean das Team verlassen, kam ein weiteres schwieriges Duo ins Team, dass sich bereits mehrmals in den Haaren lag. Steiner ist es aber gelungen, Nikita Mazepin und Mick Schumacher wieder auseinanderzubringen und teaminterne Diskrepanzen zu schlichten.

In Zandvoort wurde es zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher auf der Strecke sehr eng - Foto: LAT Images

"Ich glaube nicht, dass es irgendwelche desaströsen Probleme gibt", erklärt Nikita Mazepin in der neusten Ausgabe des Motorsport-Magazins. Es könnte sogar angenommen werden, dass nach einer kleinen Eiszeit bei Haas fast schon Frühlingsstimmung herrscht. Schließlich haben beide Piloten sich vor kurzem dazu eingeladen, sich in der Winterpause gegenseitig besuchen zu kommen.

"Das war eine nette Geste von ihm. Und hoffentlich empfindet er es auch als eine nette Geste von mir. Er ist ein netter Junge. Wir kennen uns schon eine lange Zeit. Ich kenne ihn länger als manche meiner Freunde aus der Schule", verrät Mazepin.

Dennoch herrscht bei Haas weiterhin eine Stallrivalität. Die sieht der Russe aber nicht als problematisch an. Ganz im Gegenteil: "Solange wir an einem Strang ziehen und uns pushen, um jeden Tag ein bisschen früher aufzustehen, jeden Tag ein bisschen mehr zu trainieren und ein bisschen besser vorzubereiten, ist es gesund."

Nikita Mazepin: Werde es auch in 10 Jahren so machen

Nikita Mazepin ist daher davon überzeugt, dass er bei einigen Verteidigungsmanövern nichts falsch gemacht hat. Auch nicht in Zandvoort, wo er Teamkollege Mick Schumacher auf der Start-Ziel-Gerade beinahe in die Boxeneinfahrt drängte: "Ich habe meine Position gehalten, ich habe hart gekämpft, denn das ist das, was das Team braucht, um die Punkte für die Konstrukteursweltmeisterschaft zu holen."

Auch bei seinem Heimrennen in Sotschi packte der Russe ein vergleichbar hartes Manöver gegen Yuki Tsunoda aus. Denn nur weil er das langsamere Auto hat, so Mazepin, müsse er nicht bei jedem Piloten die Tür aufmachen. "Es sind zwei komplett verschiedene Künste. Die eine Kunst ist es, schnell zu fahren. Die andere ist es, zu überholen. Ich bin sehr gut darin, diese Überholmanöver zu verhindern."

Auch in Zukunft möchte Mazepin daher seinen aggressiven Stil beibehalten: "Da habe ich nur meinen Job gemacht. So wie ich ihn schon vor vier Jahren gemacht habe und wie ich ihn auch noch weitere zehn Jahre machen werde."

Generell sei er nach eigner Ansicht sogar ein Fahrer, der Unfälle vermeidet. "Du musst dir das Endergebnis ansehen. Das Endergebnis ist, dass ich Unfälle vermeide. Ich habe nicht viele Unfälle auf der Strecke oder Ausfälle aufgrund eigener Fehler. Und ich halte die Position. Darum geht es doch letztendlich beim Rennfahren auch", so der Haas-Pilot.

Nikita Mazepin gesteht eigene Fehler ein

Nikita Mazepin sieht dennoch ein, nicht immer richtig gehandelt zu haben. Teamintern kam es schließlich schon zu einigen Berührungen auf der Strecke. In Monza drehte Mazepin seinen Teamkollegen in Kurve vier sogar. Eine Aktion, die der Russe im Nachhinein bereut: "Es gibt natürlich auch Dinge, die ich gerne ändern würde. Wie Monza. Das war ein hartes Manöver, das sich nicht ausgezahlt hat. Ich habe mich entschuldigt. Ich habe kein Problem damit, es zuzugeben."

Mazepin ist gleichzeitig aber der Meinung, dass diese ganze Thematik rund um seine Beziehung zu Schumacher "unverhältnismäßig aufgeblasen" wurde. Mazepin fährt fort: "Nur weil wir im gleichen Team sind und das Auto Seite an Seite in der Garage steht, bedeutet das nicht, dass wir nicht kämpfen sollten. Wenn es jedes andere Auto außer dieses wäre, dann würde es niemandem auffallen."

Das ganze exklusive Interveiw mit Nikita Mazepin findet ihr in der aktuellen Ausgabe (#81) des Motorsport-Magazins. Von der Formel 1 bis hin zur MotoGP - schließt auf Motorsport-Magazin.com schnell und einfach ein Abo ab und genießt so ab sofort neben einem Kaffee die Crème de la Crème des Motorsports.


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