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Formel 1: Lewis Hamilton nach Spielberg-Blamage im Simulator

Mercedes will nach der Spielberg-Niederlage beim zweiten Formel-1-Rennen in Österreich kontern. Lewis Hamilton steigt dafür sogar in den Simulator.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton erlebte am vergangenen Wochenende ein frustrierendes erstes Österreich-Rennen der Formel-1-Saison 2021. Nicht etwa wegen seinem zweiten Platz, sondern in erster Linie, weil er so weit hinter Max Verstappen zurücklag, wie noch selten zuvor in diesem Jahr. Beim zweiten Grand Prix in Spielberg will Mercedes zurückschlagen.

Hamilton sucht Idealsetup: Arbeit im Simulator

Um für den Großen Preis von Österreich, der an diesem Wochenende über die Bühne geht, das Setup des Mercedes W12 zu perfektionieren, trat der siebenfache Weltmeister sogar den sonst ungeliebten Gang in den Simulator an.

Wie Hamilton auf Instagram seine Fans wissen ließ, testete er in den vergangenen Tagen mehrmals auf der hauseigenen Sim im Mercedes-Werk in Brackley. "Nach den letzten paar schwierigen Rennen wollte ich sehen, ob ich dem Team helfen kann, besser vorbereitet zu sein", erklärte Hamilton.

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Hamilton: Keine weltbewegenden Erkenntnisse

Hamilton gab zu verstehen, dass das durchaus erreicht worden sei und das Team Erkenntnisse aus dem Simulator-Einsatz des Mercedes-Piloten mitnehmen könne - jedoch nur Kleinigkeiten. "Wir haben ein paar gute Dinge daraus gelernt, aber nichts weltbewegendes", fasste er zusammen.

Lewis Hamilton gilt seit jeher als ein Fahrer, der die Rennvorbereitung im Simulator auf ein Minimum reduziert. Eine neue Liebe für die Vorbereitung auf ein Rennen im Simulator entstand auch durch die Testrunden in dieser Woche nicht. "Ich kann nicht sagen, dass ich es genieße", bestätigte Hamilton erneut. Im Mai behauptete der derzeitige WM-Zweite, dass er jährlich nur etwa 20 Runden im Simulator absolviere.

Mercedes: Kein Entwicklungsstopp

Obwohl Mercedes bisher bei den letzten vier Rennen jeweils den Kürzeren zog und Teamchef Toto Wolff nach dem ersten Spielberg-GP sogar ankündigte, die Entwicklung am Wagen einzustellen, will das Team aus Brackley - und allen voran ihr Topfahrer - die Weltmeisterschaft noch lange nicht abschenken.

Technikboss James Allison gab an, dass Mercedes entgegen den Aussagen von Wolff weiterentwickeln werde, um weiterhin Red Bull gefährden zu können. Hamilton unterstrich seine Ambitionen im Hinblick auf die WM: "Wir haben die letzten vier Rennen verloren, also war es zuletzt schwierig. Aber wir sind noch in der ersten Saisonhälfte, deshalb kämpfen wir noch immer um den Titel."

Ob man an diesem Wochenende bereits mit den Bullen auf Augenhöhe operieren kann, darf jedoch nach der dominanten Vorstellung von Max Verstappen am letzten Sonntag bezweifelt werden. Die Wettersituation und der Einsatz von weicheren Reifenmischungen beim Österreich-Grand-Prix könnten aber die gewohnte Hackordnung etwas umgestalten.


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