Die Zukunft von Max Verstappen ist derzeit in aller Munde. Gerüchte um den amtierenden Formel-1-Weltmeister haben Hochkonjunktur. Die italienische Presse behauptete während der vergangenen Woche sogar, dass es schon eine Einigung zwischen dem Niederländer und Mercedes gebe. Bestätigt wurde dies nicht. Auch über Ausstiegs-Klauseln und das Verhältnis zwischen Verstappens Betreuerteam und der Teamführung bei Red Bull um Christian Horner wird viel spekuliert.

Verstappen selbst verweigerte vor dem Silverstone-Wochenende jede Antwort zu diesen Gerüchten und wies auf seine Aussagen beim Österreich-GP hin. "Ich habe meinen Aussagen von letzter Woche nichts hinzuzufügen. Es hat sich von meiner Seite nichts geändert", sagte er am Donnerstag vor dem Formel-1-Rennen in Großbritannien.

Max Verstappen verneint Sabbatical-Gerücht: Es wird sicher Formel 1 sein

Mit einem Gerücht räumte er aber dennoch in aller Deutlichkeit auf. So gab es in den letzten Monaten Spekulationen, dass er möglicherweise generell der Formel 1 zumindest vorübergehend 'Adieu' sagen und 2026 stattdessen Sportwagen-Rennen bestreiten könnte. Das wird sicher nicht passieren, betonte der vierfache Champion. "Es wird sicher Formel 1 sein", so Verstappen, der später nochmal hinzufügte, dass er ein Sabbatical "sicher nicht" einlegen werde.

Diese Ansage lieferte er zwar bereits einmal im Mai kurz nach seinem GT3-Test auf der Nürburgring-Nordschleife, aber die anhaltende Unruhe über seine Zukunft ließ die Spekulationen darüber nie ganz abklingen. In Silverstone legte er deshalb seine Pläne noch einmal klar offen. "Ich werde versuchen, in der Zukunft es [die Formel 1, d.Red] mit anderen Rennsport-Disziplinen zu vereinbaren, falls das möglich ist", erklärte der derzeitige WM-Dritte.

Wann sehen wir Verstappen bei einem GT3-Rennen?

"Was ich will, ist natürlich, ein bisschen etwas außerhalb der Formel 1 zu erkunden. Das mache ich bereits in Form von Testfahrten, aber irgendwann möchte ich es auch mit Rennen machen", sagte Verstappen auf eine Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. GT3-Ausflüge sind bei dem Rennstallbesitzer von Verstappen.com Racing keine Seltenheit. Zuletzt legte er in Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen in Spa einen Testtag mit dem Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo ein.

Das tat er nicht nur aus Jux und Tollerei, sondern vor allem um ein Setup für sein Team, das seit dieser Saison in der GT World Challenge Europe an den Start geht, herauszufahren. Die Formation von Verstappen.com Racing rund um Harry King, Chris Lulham und Thierry Vermeulen sicherte sich den Sieg im Gold-Cup und fuhr auf den neunten Gesamtrang. Den gesamten Rennbericht könnt ihr hier nachlesen. Wie ernst es Verstappen mit seinem Team ist, zeigte auch seine Reaktion nach dem Ausfall in Spielberg, wo er das F1-Rennen schnell abhakte und stattdessen in der Red-Bull-Hospitality die 24h Spa schaute.

Wann es einen GT3-Rennstart von Verstappen geben könnte, steht derzeit noch in den Sternen. Der Niederländer visiert unter anderem eine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an, für diese benötigt er allerdings noch ein Permit. Für die 24 Stunden von Spa wäre beispielsweise keine derartige separate Genehmigung nötig, in den letzten Jahren kollidierte der Termin des Ardennen-Rennens aber jeweils mit dem Formel-1-Kalender. Über eine notwendige FIA-Kategorisierung, um bei Langstrecken-Rennen an den Start zu gehen, verfügt Verstappen bereits.

F1-Krise bei Red Bull: Danner kritisiert Ingenieure! (37:26 Min.)