Alle Jahre wieder... wird Max Verstappen bei der Formel 1 in Spielberg zu seiner Zukunft befragt. Fährt er auch noch nächstes Jahr bei Red Bull? Der Umstand, dass George Russell bei Mercedes immer noch keinen Vertrag hat und Teamchef Toto Wolff nach wie vor mehr oder weniger offen Interesse an dem Niederländer zeigt, ließ die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang in den letzten Tagen und Wochen wieder lauter werden.
Vor allem nachdem bekanntwurde, dass im August die Deadline für eine Performance-Klausel fällt, die Verstappen möglicherweise die Tür zu einem vorzeitigen Wechsel öffnen könnte. Sein Vertrag bei Red Bull läuft ja eigentlich noch bis 2028. Alles Informationen, die an letztes Jahr erinnern, als ebenfalls regelmäßig Gerüchte rund um Verstappen zu Aston Martin oder Mercedes aufpoppten und in Spielberg trotz laufenden Vertrages der Verbleib des damals noch dreifachen Formel-1-Weltmeisters in Frage stand.
Max Verstappen von Zukunftsfrage genervt: Müssen nicht darüber reden
Am Donnerstag vor dem Wochenende am Red Bull Ring war Verstappen entsprechend genervt, als er in der offiziellen FIA-Pressekonferenz dazu befragt wurde, ob er 2026 für die Mannschaft aus Milton Keynes fahren werde. Die beinahe identische Frage war ihm in Bezug auf 2025 vor einem Jahr am selben Ort gestellt worden. "Diese Frage bekam ich schon einmal in meinem Leben", ätzte er missmutig, und fügte hinzu: "Ich denke nicht, dass wir darüber reden müssen. Soll ich das wiederholen, was ich letztes Jahr gesagt hatte?"
Nur so viel sagte er dann doch: "Es beschäftigt mich nicht wirklich. Ich fahre einfach weiter und versuche die Performance zu pushen und dann fokussieren wir uns auf nächstes Jahr." Es war nicht die erste Frage, die den Spielberg-Rekordsieger vor dem Heimwochenende seines Teams auf die Palme brachte. Zuvor war er schon nach einem weiteren Dauerbrenner der vergangenen Wochen gefragt worden. Nämlich nach seinem Strafpunkte-Konto und ob dieses seine Fahrweise verändert.
Verstappen reagiert allergisch auf Strafpunkte-Frage: Soll das ein Scherz sein?
"Soll das ein Scherz sein? Ist das eine Falle oder so? Ich bekomme diese Frage jedes Mal, an jedem Wochenende", fuhr er etwas aus der Haut. Zur Erinnerung: Formel 1-Weltmeister Verstappen steht seit seiner Entgleisung beim Spanien-GP, als er das Auto von George Russell rammte, bei elf Punkten in der Sünderkartei der FIA. Deshalb kann er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen, denn zwölf Zähler sind gleichbedeutend mit einer Rennsperre für den nächsten Grand Prix. Nach dem Österreich-Rennen verfallen immerhin zwei Punkte.
In Kanada hatte er durchklingen lassen, dass die drohende Sperre seinen Fahrstil nicht verändere. "Man kann nichts machen. Wir fokussieren uns einfach auf die anstehenden Aufgaben und versuchen diese so gut wie möglich zu meistern. Ich ändere meinen Ansatz nicht. Ein Rennen zu verpassen wäre nicht ideal, aber es ist nicht das Ende der Welt", sagte er vor zwei Wochen in Montreal.
Mit Verweis darauf verweigerte er eine erneute Antwort auf diese Frage. Genauso übrigens wie eine Aussage zu dem Racing-Richtlinien. "Ich werde dazu nichts sagen. Ich kann nicht riskieren, dafür einen Strafpunkt zu bekommen", so Verstappen. Dass es für verbale Aussagen keine Strafpunkte gibt, weiß er natürlich selbst. Sind Strafpunkte allgemein eigentlich angebracht? Verstappen reagierte mit derselben Antwort: Kein Kommentar.
Was es mit dem Strafenkatalog rund um die Racing-Standards in der Formel 1 auf sich hat, könnt ihr hier erfahren:



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