Die normale Formel-1-Hackordnung der Saison 2025 wurde am Freitagnachmittag beim Österreich-GP wiederhergestellt. McLaren gibt beim zweiten Training der Königsklasse den Ton an, wobei vor allem Lando Norris eine starke Figur hinterlässt. Ferrari hadert mit Problemen während Lance Stroll die Spitzenpositionen aufmischt.

Das Ergebnis: Lando Norris drehte mit einer Zeit von 1:04,580 die schnellste Runde des zweiten Formel-1-Trainings am Red Bull Ring. Mit dieser Zeit kam auch sein Teamkollege Oscar Piastri nicht mit, der Australier reihte sich über eineinhalb Zehntel hinter seinem Titelrivalen ein. Max Verstappen landete mit über drei Zehntelsekunden Rückstand auf der dritten Position - ein überaus signifikantes Zeitfenster auf der rundenzeit-mäßig kürzesten Strecke im F1-Rennkalender.

Auf Platz 4 sorgte Lance Stroll für eine faustdicke Überraschung. Der Aston-Martin-Pilot lag allerdings schon über vier Zehntelsekunden zurück. Die Ferrari-Fahrer hatten beide im Training mit Problemen zu kämpfen (mehr dazu unter 'Zwischenfälle'), dennoch landete Charles Leclerc auf der fünften Position und somit vor George Russell, der in FP1 noch die Bestzeit gesetzt hatte und in FP2 nun nur Sechster wurde.

Yuki Tsunoda landete auf der siebten Position, gefolgt von Gabriel Bortoleto, der auf P8 eine weitere starke Sauber-Vorstellung lieferte. Fernando Alonso und Lewis Hamilton komplettierten die Top 10. Andrea Kimi Antonelli verpasste die ersten Zehn auf P11 knapp. Nico Hülkenberg konnte auf seine schnellste Runde nicht mit seinem Teamkollegen mithalten und beendete das Training auf dem 19. Rang.

Formel 1 in Österreich: Ferrari in Problemen, Hamilton erschreckt Antonelli

Zwischenfälle: Direkt nachdem er zum ersten Mal aus der Box fuhr, trat am Racing Bull von Liam Lawson ein Schaden auf. "Etwas ist nicht richtig. Meine Lenkung zieht mich massiv auf die rechte Seite", erklärte der Neuseeländer und wurde von den TV-Bildern bestätigt. Das Team erklärte es damit, dass ein Fehler bei der Setup-Änderung zwischen den beiden Freitags-Trainings das Problem hervorgerufen hatte. Nach wenigen Minuten war es gelöst.

Den ersten Fahrfehler der Session beging Charles Leclerc, der nach etwas mehr als einer Viertelstunde in Kurve 6 ins Kiesbett schlitterte, sich aber anschließend ohne große Schäden an die Box schleppen konnte. Bereits zuvor war er nach einem Verbremser schon in Kurve 3 neben die Strecke geraten.

Für einen kleinen Schreckmoment sorgte Lewis Hamilton, der vor Kurve 4 Kimi Antonelli nicht nur im Weg stand, sondern den Mercedes-Fahrer sogar etwas von der Strecke drängte. Hamilton klagte generell darüber, dass er keine Pace habe. Kurz vor dem Ende des Trainings vermeldete Gasly, dass er davon ausgeht, dass etwas an seinem Auto möglicherweise gebrochen sei - das Team konnte zumindest aus der Ferne nichts erkennen.

Das Wetter: Nach den starken Niederschlägen am Donnerstag vor dem Wochenende gestaltete sich das Wetter am Nachmittag des Trainings-Freitags in Spielberg wieder freundlicher. Heiß war es trotzdem, wenn auch nicht ganz so heiß wie noch teilweise in der vergangenen Woche in der Steiermark. 25 Grad Celsius zeigte das Thermometer zu Sessionbeginn bei leichter Bewölkung an, auf der Strecke wurden 38 Grad gemessen.