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Formel 1

Formel 1, Nach Quali-Debakel: Lewis Hamilton kritisiert Team

Lewis Hamilton lieferte in Monaco sein schlechtestes Formel-1-Qualifying seit Jahren. Danach übt ein frustrierter WM-Leader deutliche Kritik an Mercedes.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Ausgerechnet beim Monaco GP fuhr Lewis Hamilton sein schlechtestes Qualifying seit dem Großen Preis von Deutschland 2018. In allen drei Sessions belegte der amtierende Formel-1-Weltmeister Rang sieben, der letztlich auch seine Startposition sein wird.

Hamiltons Grundproblem waren die Reifen. "Ich weiß nicht, wie Valtteri es geschafft hat, diese Reifen zum Arbeiten zu bekommen", wundert sich der Brite. Teamkollege Valtteri Bottas startet von Rang drei, durfte sich zwischenzeitlich sogar Hoffnungen auf die Pole Position machen.

Reifen-Debakel für Hamilton und Mercedes

Dabei sah es am Trainingsdonnerstag gar nicht so schlecht aus für Mercedes und Hamilton. "Da waren wir viel näher an der Spitze", ärgert er sich. "Aber heute haben die Reifen das ganze Qualifying über nicht funktioniert."

Das hatte zwei Gründe: Einerseits war es am Samstag deutlich kühler als noch am Donnerstag. Das verstärkte das Mercedes-Problem, die Reifen nicht ins richtige Temperaturfenster zu bekommen. Aber auch die Ingenieure schlugen die falsche Richtung ein. "Das 3. Training war ein Desaster, wir sind komplett in die falsche Richtung gegangen", kritisiert Hamilton.

Hamilton übt nach Qualifying scharfe Kritik am Team

"Dann haben wir versucht, einen Schritt zurück zu machen und das Auto war so schlecht wie nie zuvor. Wir haben nach Donnerstag die Richtung verloren", so der WM-Führende. Dabei wird er sogar ungewohnt deutlich gegenüber seinem Team. "Es wird heute Abend oder nach dem Wochenende einige heftige Diskussionen geben", kündigt er an.

"Dinge, die hätten gemacht werden sollen, wurden nicht gemacht", so Hamilton weiter. "Was, das kann ich nicht sagen. Aus meiner Sicht ist es ein bisschen frustrierend. Ich kann öffentlich nicht viel darüber sagen, was es ist, aber hinter geschlossenen Türen werde ich deutlich sein."

Für das Rennen ist der Mercedes-Pilot wenig optimistisch. "Bei der Strategie weiß ich noch nicht, was möglich ist. Aber ich werde mir alles ansehen. Startplatz sieben hier ist nicht das Beste. Es geht darum, Schadensbegrenzung zu betteiben." WM-Konkurrent Max Verstappen geht hingegen von Rang zwei ins Rennen.


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