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Formel 1: Max Verstappen will nicht enden wie Fred Feuerstein

Nach dem angekündigten Honda-Rückzug muss Red Bull einen neuen Motorpartner finden. Max Verstappen hofft, dass er sein Auto nicht selbst anschieben muss.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - In der vergangenen Woche hat Honda bekanntgegeben, die Formel 1 nach der Saison 2021 zu verlassen. Damit stehen Stand jetzt Red Bull und AlphaTauri ab dem darauffolgenden Jahr ohne Motorpartner da. Diese Problematik war auch ein Thema im Vorfeld des Eifel GP auf dem Nürburgring, der am Donnerstag mit dem Medientag eingeläutet wurde.

Mick Schumacher vor erstem Formel-1-Training!: (09:21 Min.)

Angesprochen, wie überrascht er von der Entscheidung des japanischen Motorbauers gewesen sei, sagte Max Verstappen bei der Pressekonferenz: "Man konnte es kommen sehen. Natürlich wusste ich es auch ein bisschen vor der offiziellen Bekanntgabe." Erste Zweifel an einer Verlängerung der Partnerschaften kamen dem 23-Jährigen laut eigenen Aussagen allerdings erst, nachdem er im Januar einen neuen, bis 2023 dauernden Vertrag mit Red Bull unterschrieben hatte. Honda hatte sich zuvor lediglich für die Jahre 2020 und 2021 zur Formel 1 bekannt. Ein langfristiges Commitment gab es nicht.

Obwohl das Ende der Zusammenarbeit absehbar ist, blickt Verstappen erwartungsfroh auf die verbleibenden eineinhalb Jahre. Schließlich hat Honda angekündigt, die beiden Red-Bull-Teams in der kommenden Saison mit einem neuen Motor zu versorgen. "Natürlich steigen sie aus. Aber das bedeutet nicht, dass sie sich von jetzt an zurücknehmen. Wir haben eine großartige Beziehung und es macht viel Spaß, mit Honda zusammenzuarbeiten. Ich freue mich darauf, die Zusammenarbeit mit dem neuen Motor zu Ende zu bringen. Wir pushen bis zum letzten Rennen."

Formel 1 am Nürburgring: Darum ist es kein Deutschland GP!: (12:31 Min.)

Auch sein thailändischer Teamkollege Alexander Albon steckt große Hoffnungen in die nächstjährige Power Unit - allerdings ist sein Verbleib noch nicht geklärt. "Es ist sehr schade, aber wir haben ja noch eineinhalb Jahre mit ihnen. Wir kennen Honda und wissen, dass sie nicht gehen, ohne weiterzukämpfen", fasste der 24-Jährige seine Gedanken zusammen.

Die Zukunft beider Red-Bull-Teams wird davon abhängen, ob man es schafft, einen Hersteller zu finden, der sie mit Power Units versorgt. Verstappen launiger Kommentar dazu: "Ich hoffe nicht, dass wir wie Fred Feuerstein enden und ich selbst treten muss."

Fahrer glauben an erfolgreichen Abschluss der Zusammenarbeit

Auch die AlphaTauri-Fahrer zeigten sich in der Debatte über die Zukunft des Teams entspannt. "Ich glaube nicht, dass wir aktuell in einer Zeit sind, in der wir uns Sorgen machen müssen", meinte Daniil Kvyat. "Honda wird auch in der kommenden Saison noch mit beiden Teams zusammenarbeiten. Es ist die Aufgabe des Managements, zu schauen, was das Beste für die Teams ist. Wir haben noch Zeit, um die Optionen abzuwägen."

Dem stimmte auch sein Teamkollege Pierre Gasly zu. "Wir haben immer noch etwas Zeit, um zu entscheiden, was nach 2021 die beste Option ist", sagte der Sieger des Italien GP. "Es gibt momentan keine Eile. Für uns muss der Fokus jetzt auf dem liegen, was jetzt passiert, und uns auf die kommende Saison vorzubereiten, sodass Honda ein erfolgreiches letztes Jahr für den Ausstieg hat."

Nachdem sich Honda von McLaren getrennt hatte, erkannte der Franzose einen deutlichen Aufwärtstrend, der ihn auch für die Zukunft hoffnungsfroh stimmte. "Wenn man ansieht, wo sie vor drei Jahren waren und wo sie jetzt sind, kann ich mir vorstellen, dass sie in drei Jahren um den Titel kämpfen würden", lautete seine Prognose.


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