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Formel 1

Formel 1, Trainings-Crash: Keine Strafen für Ocon und Magnussen

Esteban Ocon und Kevin Magnussen sorgen im 3. Training zum Spanien GP für einen kuriosen Unfall. Die Stewards meinen: Missverständnis, keine Strafen.
von Christian Menath

Kurz vor dem Ende des 3. Freien Trainings zum Spanien GP auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya sorgten Esteban Ocon und Kevin Magnussen für reichlich Diskussionsstoff, als ein Missverständnis zwischen den beiden zu einem Unfall des Renault-Piloten und schließlich zu einem vorzeitigen Abbruch der Session führte.

Obwohl sich Ocon und Magnussen nicht berührten, wurden nach dem Training beide zu den Stewards zitiert. Der Franzose hatte sich über ein Bremsmanöver des Haas-Piloten beschwert, das ihn letztlich in den Abflug getrieben haben soll.

Die Stewards sprachen sich aber gegen eine Strafe aus, beurteilten den Zwischenfall als 'unglücklich' und sahen die Schuld bei keinem der beiden Piloten. In ihrem Urteil gehen die Schiedsrichter auch auf die genauen Umstände des Zwischenfalls ein.

Während Ocon, der gerade aus der Box fuhr, gefunkt wurde, dass sich Magnussen auf einer schnellen Runde befindet, hatte der Däne seine schnelle Runde gerade beendet. Ocon ließ ihn in der langgezogenen Kurve drei dennoch vorbei, um am Ende der Kurve wieder auf ihn aufzulaufen, weil Magnussen inzwischen deutlich langsamer machte.

Um der Konkurrenz in der Auflade-Runde nicht im Weg zu stehen, fuhr Magnussen am Ausgang von Kurve drei von der Ideallinie und zog nach innen. Ocon seinerseits wollte weiteren Fahrzeugen hinter sich Platz machen, blickte in den Rückspiegel und zog ebenfalls nach rechts.

Stewards: Magnussen nicht auf der Bremse

Im Gegensatz zu Magnussen blieb Ocon aber stärker auf dem Gaspedal stehen, weshalb der Renault-Pilot auf den Haas auflief. Erst in letzter Sekunde wandte Ocon den Blick vom Spiegel wieder auf die Strafe, erkannte den Geschwindigkeitsunterschied, wich aus und verlor die Kontrolle über seinen Boliden.

Dabei bog der Renault nach innen ab und schlug so heftig in die Mauer ein, dass Ocon zum Sicherheitscheck ins Medical Center musste. Die Formel-1-Ärzte konnten aber schnell grünes Licht für Ocon geben.

Die Stewards stellten in ihrem Urteil klar, dass dem Fast-Auffahrunfall kein Bremsmanöver von Magnussen vorausgegangen war. Der Haas-Pilot ging nur vom Gas, woraufhin sein Energierückgewinnungssystem in den Rekuperationsmodus schaltete und das Auto unnatürlich abbremste.


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