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Formel 1

Formel 1 Ungarn, Alfa-Absturz im Qualifying: Räikkönen Letzter

Alfa Romeo liegt nach dem Qualifying zum Ungarn GP 2020 der Formel 1 am Boden. Kimi Räikkönen über neuen Tiefpunkt: Tun uns selbst keinen Gefallen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Maximal schlechtes Ergebnis für Alfa Romeo Racing mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi im Qualifying zum Ungarn GP 2020 der Formel 1. Im Zeittraining auf dem Hungaroring bekleidete die Schweizer Sauber-Truppe tatsächlich geschlossen die beiden letzten Ränge. Aus dem 2019 noch üblichen Williams-Duo in der letzten Reihe der Startaufstellung wird am Sonntag damit ein Alfa-Duo.

Das Team verweist in diesem bitteren Moment auf Murphys Gesetz. „Es gibt Tage, an denen alles, was gegen dich laufen kann, auch gegen dich läuft. Heute war einer dieser Tage“, schreibt Alfa Romeo in der Pressemitteilung zum Qualifying. Tatsächlich lief jedoch nichts besonders gegen Alfa. Der Faktor Pech oder eine ungünstige Verkettung von Umständen waren höchstens sekundär dafür verantwortlich, dass es Räikkönen und Giovinazzi ganz nach hinten spülte.

Kimi Räikkönen: Es fehlt einfach überall

Vielmehr fehlte es schlicht an Pace - genauer gesagt eine Sekunde auf Q2 respektive Williams-Rookie Nicholas Latifi, der die zweite Session als Fünfzehnter gerade noch erreichte. „Die Performance war heute weit davon entfernt, was wir erwartet hatten. Wir müssen die Gründe für dieses Ergebnis finden“, sagte Teamchef Frederic Vasseur. „Wir haben über die beiden Rennen in Österreich Fortschritte erzielt, aber wir haben noch immer jede Menge Arbeit vor uns, um auf den Level zu kommen, auf dem wir sein müssen.“

Kimi Räikkönen erlebte mit dem letzten Platz ohne besondere Vorkommnisse unterdessen bei seinem 314. Qualifying noch ein Novum. Dementsprechend zerknirscht gab sich der Finne. „Wir sind noch immer weit davon entfernt, wo wir sein müssen“, klagte Räikkönen. „Wir müssen analysieren, was schiefging und herausfinden, wie wir uns da wieder herausbringen. Wir haben einiges an Arbeit zu tun - in allen Bereichen. Wir müssen unseren Speed zurückerlangen.“

Kimi: Alfa tut sich manchmal selbst keinen Gefallen

Ein vernichtendes Urteil. Damit nicht genug. Noch dazu stellt sich Alfa Romeo offenbar irgendwo selbst ein Bein. Wo genau, das präzisierte Räikkönen nicht, doch irgendetwas schmeckt dem Iceman offenbar nicht so recht. Räikkönen: „Ich denke, wir tun uns in gewissen Dingen selbst keinen Gefallen. Wir müssen die Dinge besser machen und uns verbessern.“

Teamkollege Antonio Giovinazzi hofft, nun zumindest im Rennen wieder etwas wettmachen zu können. „Es war ein sehr schwieriger Tag mit einem enttäuschenden Ergebnis. Wir haben viel Arbeit zu tun, um von diesem Wochenende noch etwas zu retten, aber wir müssen jetzt erstmal schauen, wie das Rennen morgen läuft. Die Bedingungen sind noch immer ungewiss ...“, sagte der Italiener.

Antonio Giovinazzi hofft noch

„Von hinten zu starten, ist nie ideal, besonders auf eine Strecke, auf der das Überholen nicht leicht ist, aber wir können auf eine bessere Rennpace hoffen, die hatten wir schon in Österreich“, erinnerte Giovinazzi. Doch auch dem 26-Jährigen ist klar, dass Alfa die Ursachen für das neuerliche, jetzt nur noch schlimmere Debakel im Qualifying finden muss, egal was im Rennen geschieht. „In jedem Fall müssen wir verstehen, was heute geschehen ist“, sagte Giovinazzi.


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