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Formel 1

Formel 1, Betrugsvorwurf: Racing Point geht auf Renault los

Renault protestiert gegen Racing Point. Der Formel-1-Rennstall will den Betrugsvorwurf aber nicht auf sich sitzenlassen und schießt zurück.
von Christian Menath

Wenige Stunden nach dem Steiermark GP flatterte Post ins Haus: Renault legte offiziell Protest gegen Racing Point ein. Die Franzosen werfen Racing Point vor, die Bremsbelüftungen des RP20 nicht selbst konstruiert, sondern Daten von Mercedes genutzt zu haben.

Die Stewards ließen anschließend Teile versiegeln und konfiszieren und forderten einen ausführlichen Bericht der FIA-Technik-Abteilung an. Ein schnelles Ende des Protests ist nicht in Sicht, bis alle Informationen eingeholt sind, können noch Wochen vergehen.

Während sich Renault nicht öffentlich zum Protest äußern wollte, reagiert nun Racing Point. In einem Statement heißt es: "Racing Point ist extrem enttäuscht, dass das Ergebnis des Steiermark GP durch einen Protest angefochten wird, den wir als missverstanden und schlecht informiert erachten."

"Sämtliche Anschuldigungen von Fehlverhalten werden entschieden zurückgewiesen und das Team wird alle nötigen Maßnahmen treffen, um sicherzustellen, dass die Regeln entsprechend der Fakten korrekt angewandt werden", so Racing Point weiter.

Racing Point zuversichtlich: Protest wird abgewiesen

Außerdem lässt der beschuldigte Rennstall wissen: "Vor dem Start der Saison hat das Team mit der FIA kooperiert und alle Fragen bezüglich des Designursprungs des RP20 zufriedenstellend geklärt. Das Team ist zuversichtlich, dass der Protest abgewiesen wird, wenn es seine Antwort präsentiert hat."

Für den Bericht der FIA-Technik-Abteilung werden neben den Verantwortlichen von Renault und Racing Point auch Mercedes-Ingenieure zurate gezogen. Außerdem muss Mercedes die Bremsbelüftungen des Vorjahresboliden zur Verfügung stellen.


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