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Formel 1

Formel 1, Russell keine Zehntel hinter Ferrari: Punkte im Blick

George Russell pilotierte im Qualifying der Formel 1 in Österreich seinen Williams sensationell in Q2. Nach Regen-Hilfe sollen im Rennen jetzt Punkte her.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - George Russell hat es geschafft: Im Qualifying zum Steiermark GP 2020 der Formel 1 in Spielberg nutzte der Brite die verregneten Bedingungen eiskalt aus und katapultierte Williams zum ersten Mal seit Brasilien 2018 wieder in ein Q2. Dort war der Mercedes-Junior noch längst nicht fertig - mit einem sensationellen zwölften Platz lieferte Russell ein Ergebnis, das Williams seit Italien 2018 nicht mehr erlebt hatte.

Geht es nach Russell wäre womöglich sogar noch mehr drin gewesen. „Die Pace hat locker gereicht, um in Q2 zu kommen“, sagte Russell. „Es lief extrem unglücklich, dass ich auf meinem zweiten Reifensatz wegen Verkehr, gelben Flaggen und am Ende sogar einer roten Flagge keine Zeit mehr setzen konnte. Aber so läuft es manchmal eben. Das Potential war auf jeden Fall da, um gerade so außerhalb der Top-10 zu sein.“

Spielberg-Qualifying: Russell nur eine Zehntel hinter Ferrari

Allzu weit davon entfernt war der Brite mit P12 allerdings ohnehin nicht. Allerdings hätte nur ein Wimpernschlag für deutlich mehr gereicht. Nur acht Tausendstel fehlten auf - ja - den Ferrari von Charles Leclerc. Weniger als eine Zehntel fehlte auf dessen Teamkollegen Sebastian Vettel. Damit hätte es Russell sogar ins Q3 geschafft. In der Startaufstellung rückt Russell durch eine Startplatzstrafe gegen Leclerc letztlich sogar vor auf P11.

„Das hätte ich nicht gedacht. Vor dem letzten Wochenende hätte ich nicht einmal an Q2 zu denken gewagt. Ich liebe es. Es war grenzwertig [wegen der Bedingungen]. Aber ich liebe es“, jubelte Russell. „Ich freue mich auch für die Jungs, die geben jeden Tag alles. Auch wenn es nicht die wahre Performance des Autos ist, verdienen sie dieses Ergebnis.“

George Russell will im Rennen Punkte

So gut Russell unter den extremen Regenfällen in Spielberg auch ablieferte, so sehr missfielen diese dem Briten dennoch. „Am besten kann man es so beschreiben: Auf der Autobahn schüttet es und du schaltest die Scheibenwischer aus. Du kommst mit Vollgas bei fast 320 in Kurve drei an und kannst nichts sehen“, schilderte Russell. „Die Gischt und das Wasser sind überall. Es war schwierig.“

Für das Rennen ist Russell durch das für Williams exzellente Ergebnis nun angestachelt. Der Brite will noch deutlich mehr. Russell: „Ich hoffe, dass wir mindestens dort bleiben können. Überraschenderweise sieht der Speed auf den Geraden bei uns relativ gut aus. Punkte sind das Ziel. Aber warten wir lieber mal ab.“

Für Teamkollege Nicholas Latifi reichte es nur zu P18. "Ich bin enttäuscht, denn wir hätten es leicht in Q2 schaffen können", sagte der Formel-1-Rookie.


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