Formel 1

Formel 1, Ricciardo unbesorgt: Renault-DRS funktioniert jetzt

Renault hat das erste Test-Drama gut überstanden. DRS geht, versichert Ricciardo. Sonst läuft es rund: Er und Nico Hülkenberg wollen vom Auto dasselbe.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Perfekt war der Start von Renault in die erste Testwoche der Formel-1-Saison 2019 nicht. DRS-Probleme machten Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo zu schaffen - und Ricciardo verlor sogar das obere Flügelelement. Doch zum Abschluss von Woche eins zeigen sich Hülkenberg und Ricciardo wieder positiv.

Die DRS-Probleme sind behoben, am Donnerstagvormittag setzte Daniel Ricciardo die Performance schließlich in eine Zeit unter 1:18 um, und beendete den Vormittag als Zweitschnellster hinter Alex Albons Toro Rosso. Zu Mittag geben er und Hülkenberg sich zuversichtlich, und freuen sich auf gute Zusammenarbeit: Beide haben ähnliche Verbesserungen im Sinn.

Ricciardo: DRS-Schaden kein Grund zur Sorge

Beim DRS-Problem handelte es sich um kein schwerwiegendes Problem, versichert Daniel Ricciardo nach seiner letzten Ausfahrt am Donnerstag gleich. "Es war ein Problem in dem Sinn, dass ich Streckenzeit verloren habe, aber keines der Art von 'scheiße, ihr habt mir ein unsicheres Auto gegeben'", kann er schon darüber lachen.

Mit mehreren schnellen Runden auf der C5-Reifenmischung, dem weichsten verfügbaren Pirelli, unterstrich Ricciardo sein Vertrauen in den Renault am Vormittag gleich. In den letzten beiden Stunden versuchte er mehrere schnelle Runden, und eventuell übernahm er mit einer 1:17.785 die Spitze.

Ricciardo fuhr weniger Runden als am Vortag, aber das war der Plan, wie er erklärt: "Wir haben uns mehr auf kurze Runs konzentriert, mit vielen Setup-Anpassungen. Das dauert natürlich länger." Die gute Rundenzeit reflektiert seine Stimmung danach: "Gerade dieser Morgen war für mich ganz sinnvoll. Setups durcharbeiten und fühlen, wie das Auto tatsächlich darauf reagiert, das war ganz positiv."

Ricciardo und Hülkenberg: Haben für Renault ähnliche Ideen

Am vierten Testtag in Barcelona sind Ricciardo und Hülkenberg außerdem zu der Erkenntnis gekommen, dass ihre Vorstellungen von einem Renault sehr ähnlich sind. "Das ist auch positiv. Unsere Hauptpunkte, die wir gestern zum Thema Auto-Verbesserung hatten, waren ziemlich ähnlich", so Ricciardo.

Formel-1-Tests 2019: Die Lehren des 3. Testtages in Barcelona: (07:04 Min.)

Und Ricciardo kann außerdem berichten, dass der Renault keine fundamentale Umstellung von seinem alten Red Bull darstellt. "Es sind subtile Dinge beim Einlenken und so", beschreibt er. "Einfach wie das Auto reagiert, das ist etwas anders, aber fundamental ist es das Gleiche."

Für Hülkenberg sind es auch keine großen Umstellungen. Für ihn fühlt sich das Auto wie eine gute Evolution des Vorjahresmodells an. Große Handling-Probleme kann er nicht berichten: "Es ist einfach die allgemeine Fahrzeug-Balance, die willst du in bestimmten Bereichen verbessern." Aufregung verspürt man bei keinem der beiden Renault-Fahrer, alles läuft nach Plan.

Ricciardo und Hülkenberg im Plan: Nächste Woche mehr Power

Ricciardo kann schließlich noch eine Momentaufnahme liefern. "Auf einer Runde wird es besser, aber ich glaube, dass wir über einen Run hinweg momentan ein besseres Auto haben", vermutet er. "Auf eine Runde gesehen können wir wohl noch mehr rausholen."

Allerdings erinnert Ricciardo auch daran, dass er erst am Donnerstagvormittag ein paar schnelle Runden bekam. Außerdem fährt Renault noch nicht mit allem, was der Motor zu bieten hat. "Wir fahren noch ziemlich konservativ, ich glaube in der nächsten Woche werden wir näher an der Rennkonfiguration sein", sagt Ricciardo.

Was die Updates für die nächste Woche angeht, so hält sich Renault da bedeckt. "Einfach ein paar verschiedene Teile, ich freue mich drauf", bleibt Nico Hülkenberg kurz angebunden. Während zum Beispiel Racing Point schon angekündigt hat, dass ihr Auto in Melbourne radikal anders sein wird als die Test-Spezifikation, wird der Renault laut Hülkenberg "nicht groß anders" sein.

Am Ende sind sich Hülkenberg und Ricciardo auch beim Ausblick auf die Saison einig: Es ist unmöglich einzuschätzen, wo Renault 2019 steht. Zu früh ist es, zu eng ist das Mittelfeld. "Wir müssen warten, bis wir Rennen fahren und alle zeigen, was sie haben", so Hülkenberg. "Für den Moment müssen wir einfach bei unserem Programm bleiben."


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