Formel 1

Formel 1: Lance Stroll 2019 bei Racing Point - endlich fix!

Lance Stroll fährt 2019 für Racing Point Force India. Das Team bestätigte den Wechsel von Williams offiziell. Zuvor hatte der Kanadier schon getestet.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis der vielleicht gesamten Formel-1-Geschichte ist keines mehr: Lance Stroll bestreitet 2019 seine dritte Saison in der Königsklasse für Racing Point Force India. Das bestätigte der Rennstall am Freitag, wie von Motorsport-Magazin.com angekündigt, endlich auch offiziell.

"Ich freue mich, dass wir endlich Lance Ankunft als Teamkollege von Sergio für nächstes Jahr bestätigen können", so Teamchef und CEO Otmar Szafnauer. "Damit haben wir ein spannendes Lineup mit einer perfekten Mischung aus Jugend, Talent und Erfahrung. Wir sehen in Lance großes Potential und glauben, dass wir ein Umfeld schaffen können, in dem er aufblüht. Und unser Team hatte schon große Erfolge, junge und talentierte Fahrer zu entwickeln."

Lance Stroll Fahrer im Team des Vaters

Zuvor war der Wechsel des Kanadiers bereits für Monate nur noch als reine Formalie erschienen. Hintergrund: Ende des Sommers hatte Strolls Milliarden schwerer Vater, Mode-Mogul Lawrence Stroll , den Rennstall Sahara Force India im Zuge einer kontrollierten Insolvenz übernommen.

Jetzt fungiert Stroll als Kopf eines Konsortiums, dem das formal autarke Team Racing Point Force India gehört. Eine weitere, erst finale, Umbenennung des Rennstalls in den Wintermonaten ist nicht ausgeschlossen. Zuletzt hatte Sohn Lance bereits den Pirelli-Test in Abu Dhabi für das Team bestritten.

Strolls dünne Bilanz in zwei Jahren Williams

"Das ist der Beginn einer unglaublich aufregenden Reise in meiner Formel-1-Karriere", so Lance Stroll. "Ich freue mich darauf, mit einem erfolgreichen Team mit einer großartigen Kultur zusammenzuarbeiten. Es ist eine neue Herausforderung, aber ich bin gespannt diese neue Gelegenheit zu ergreifen."

Für Lance Stroll endet damit seine zweijährige Zeit für Williams. Bei dem Traditionsteam hatte der Kanadier 2017 nach Gewinn der Formel-3-EM sein Formel-1-Debüt gegeben, lernte in seiner Rookiesaison an der Seite des erfahrenen Felipe Massa. Schon zuvor hatte sein schwerreicher Vater unzählige Testfahrten in einem Williams der Saison 2014 organisiert, um Stroll ideal für die F1 zu wappnen.

Im teaminternen Duell unterlag Stroll dem Brasilianer nur deshalb knapp (40:43 Punkte), weil er in Baku auf einen Schlag viele Punkte für ein abgestaubtes Podium ergatterte. Im Qualifying wurde der Unterschied offensichtlicher: 17:2 für Massa. 2018 bekam Stroll mit Sergey Sirotkin einen neuen Teamkollegen, jetzt war also der Kanadier der erfahrene Pilot im Team. Dennoch hob sich Stroll nie entscheidend von dem Russen ab (8:13-Pleite im Qualifying-Duell), erzielte aber fünf WM-Punkte mehr.

Durch die endlich auch offizielle Bestätigung ist damit das Starterfeld für die Formel-1-Saison 2019 komplett fix.


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