Formel 1

Formel 1, Sainz tauscht Renault gegen McLaren: Schock? Traum!

Carlos Sainz hat beim Formel-1-Test in Abu Dhabi zum ersten Mal einen McLaren pilotiert. Schockiert vom Paket? Beim Ex-Renault-Pilot überwiegt Emotion.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Carlos Sainz durfte beim Formel-1-Test in Abu Dhabi bereits zum ersten Mal für sein neues Team McLaren ran. Sein Management hatte für den Spanier die Freigabe bei dessen bisherigem Renault F1 Team herausgeschlagen. Dass es sich beim Traditionsteam um einen Motorenkunden der Franzosen handelt, entsprechende Verbindungen zwischen Woking und Viry/Enstone bestehen, tat sein Übriges.

150 Runden drehte Sainz am zweiten Tag des Pirelli-Tests in Yas Marina, also mehr als zwei Renndistanzen. Den McLaren-Boliden lernte der 24-Jährige also gut kennen. Jetzt gebe es jede Menge Daten zu analysieren, so Sainz. Doch wie fällt sein Fazit aus? Wie fühlt sich der McLaren MCL33 im Vergleich zu seinem vorherigen Boliden, dem Renault R.S.18 an?

Sainz über McLaren: Fühlte sich richtig, richtig gut an!

Immerhin zählte zwar auch der Renault nicht zu den überragenden Autos der F1-Saison 2018, doch war der McLaren nochmal ein ganz anderes Kaliber - im negativen Sinn. Seine erste Ausfahrt also ein echter Schock für Sainz? "Ah!", so sein erster Ausruf. Also wirklich ein Schock? Nein. "Ehrlich gesagt, ist es einfach wie ein wahrgewordener Traum für mich, für McLaren zu fahren", stellt Sainz seinen Aufschrei klar.

Vorgeschmack auf die Formel 1 2019 - Abu Dhabi Test: (4:19 Min.)

Eine klare Einschätzung zur Performance, zu Fahrgefühl und Handling ist das jedoch auch nicht. Die lässt Sainz aber doch noch folgen: "Alles fühlte sich sofort heimisch an. Sobald ich reingesprungen bin, fühlte sich alles richtig, richtig gut an. Ich kann mich nicht beklagen", sagt Sainz. "Es waren tolle Tage und dank der Mechaniker und Ingenieure habe ich mich auch wie Zuhause gefühlt", schwärmt der Spanier.

Sainz emotional: McLaren etwas ganz Besonderes

Umso mehr gilt letzter Punkt, weil McLaren dem Spanier auch emotional offenbar viel bedeutet. Auf den Spuren von Hunt, Senna, Prost, Häkkinen und Alonso? Sainz: "Unglaublich oder? Deshalb war es ein guter Moment als ich zum ersten Mal mit dem MCL33 aus der Garage gefahren bin. Da wurde mir klar, dass ich für McLaren und dieses Team fahre - und das ist etwas Besonderes."

Carlos Sainz tritt bei McLaren in die Fußstapfen seines eigenen Idols Fernando Alonso - Foto: LAT Images

Genau deshalb hat der Spanier jetzt auch noch überhaupt keine Lust auf Winterpause - trotz einer kräftezehrenden Saison in den Knochen. "Ich bin jetzt noch ein paar Wochen unterwegs, statte dem McLaren Technology Centre einen Besuch ab, um mich für 2019 vorzubereiten. Dann mache ich über Weihnachten und Neujahr eine kleine Pause. Aber bis dahin gibt’s noch etwas harte Arbeit zu tun", so Sainz.

Sainz: Fabrik statt Urlaub

"Aber wir werden auch Spaß in der Fabrik haben! Wir wollen ein paar Go-Kart-Rennen mit den Mechanikern und noch einiges mehr machen, um einander kennenzulernen. Es wird also lustig diese Tage über, aber es wird schon auch gearbeitet und gepusht", so Sainz. Seine eigenen Routinen zur Vorbereitung auf die neue Saison würde der neuerliche Teamwechsel nicht ändern. "Wenn du erfahrener wirst, weiß du eben, wo deine Stärke und Schwächen liegen und, wie du arbeiten musst.


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