Formel 1

Streit zwischen Alonso und Red Bull: Horner spricht Machtwort

Am Freitag in Spa geht der Vertrags-Streit zwischen Alonso und Red Bull weiter. Alonso will 2018 zwei Angebote bekommen haben, Horner hält dagegen
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Der Streit um die vermeintlichen Vertragsverhandlungen zwischen Fernando Alonso und Red Bull geht am Freitag in Spa in die nächste Runde. Nachdem Fernando Alonso vor diesem Wochenende von mehreren Angeboten gesprochen hat, die er von Red Bull erhalten haben will, hält deren Teamchef Christian Horner am Freitag klar dagegen: Es gab laut Horner gar kein Angebot an Alonso bezüglich eines Red-Bull-Cockpits für die Formel-1-Saison 2019.

Beim Interview mit Sky Sports UK klang das aus dem Mund von Fernando Alonso noch ganz anders: "Ich hatte einige Angebote von Red Bull. Tatsächlich bekam ich 2007, 2009, 2011, 2013 und zwei Mal in diesem Jahr eines. Eines in Monaco, und eines im August."

Alonso will Entschuldigung: Überrascht von Horner-Kommentaren

Im Sky-Interview zeigte sich Alonso mehr als überrascht von den Kommentaren von Red Bull, allen voran von Teamchef Christian Horner. Der hatte nicht nur Fragen zu einem Alonso-Angebot in der Sommerpause verneint, sondern hatte da auch noch davon gesprochen, wie schwierig es denn sei, mit Fernando Alonso zu arbeiten.

"Es war seltsam, es schien mir unfair", so Alonso. "Ich habe Christian nach den Kommentaren im Sommer kontaktiert, er hat sich per Mail entschuldigt, und hoffentlich entschuldigt er sich an diesem Wochenende noch einmal."

Horner ohne Entschuldigung: Letztes Angebot war 2007

In der Freitags-Pressekonferenz der Teamchefs in Spa kam von Red Bull und Christian Horner aber keine Entschuldigung. Im Gegenteil. "Es gab von Red Bull kein Angebot an Fernando für nächstes Jahr", stellt Horner gegenüber Motorsport-Magazin.com eindeutig fest. "Er ist ein toller Fahrer. Und wir hatten eine Anfrage von Flavio [Briatore, Teil von Alonsos Management, Anm. d. Red.] und von Liberty [Formel-1-Vermarkter], aber unsere Position war immer klar."

Horner erklärt, Alonso sei einfach nicht die Art von Fahrer, die Red Bull sucht: "Wir investieren in Junioren, so wie bei Vettel, Kvyat, Ricciardo, Verstappen - die kommen immer aus dem Talent-Pool, den wir haben. Wir haben Fernando in der Vergangenheit zwar einen Vertrag angeboten, aber das war 2007."

Die Anfrage der Formel-1-Vermarkter von Liberty Media war übrigens nur aus Interesse. "Nur eine Anfrage, ob wir Alonso in Betracht ziehen würden", so Horner. "Das ist aus ihrer Sicht verständlich. Alonso ist für sie als Teil der Formel 1 sehr gut, und wenn er in einem Top-Auto wäre ... da hätte ich nichts anderes erwartet."


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