Nach Silverstone war für Lance Stroll und Gabriel Bortoleto vor Silverstone. Auf der britischen Rennstrecke fuhren die beiden Piloten nach dem Grand Prix von Großbritannien noch einen Reifentest für Pirelli. Im Vordergrund standen dabei die Pneus für die Formel-1-Saison 2026.
Zwei Tage lang (8. und 9. Juli) lieh sich der Reifenhersteller Autos und Fahrer aus. Sauber-Pilot Gabriel Bortoleto saß an beiden Testtagen am Steuer des letztjährigen C45. Für Aston Martin fuhr zunächst Ersatzfahrer Felipe Drugovich ein 2025er Test-Auto (Mule-Car), bevor Lance Stroll am finalen Testtag übernahm. Beide Autos wurden speziell an die 2026er Reifen angepasst, da diese vorne 25 Millimeter und hinten 30 Millimeter schmaler sind.
Gabriel Bortoleto: Vertrauen zu 2026er F1-Reifen aufgebaut
An beiden Testtagen fuhren die Piloten jeweils über 100 Runden. "Es waren ein paar wirklich produktive, positive Tage und eine gute Gelegenheit, hier in Silverstone, einer Strecke, die mir wirklich Spaß macht, mehr Runden zu drehen", so Bortoleto. "Wir haben unser gesamtes Programm für beide Tage abgearbeitet, und alles verlief reibungslos."
Dank des Tests soll der Sauber-Pilot bereits wichtige Erkenntnisse über die 2026er Reifen gewonnen haben. "Es war wichtig, ein erstes Gefühl für die 2026er Reifen zu bekommen und Pirelli mit unserem Input zu unterstützen", sagt Bortoleto. "Ich begann, Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Die verbesserte Traktion im Vergleich zu den Mischungen dieses Jahres scheint eine sauberere und kontrolliertere Gasdosierung am Kurvenausgang zu ermöglichen."
Pirelli nahm harte Reifen ins Visier
Der erste Testtag war darauf ausgerichtet, die neusten Konstruktionen der 2026er Reifen vor ihrer geplanten Homologation am 1. September zu vergleichen. Am zweiten Testtag nahm Pirelli speziell die harten Reifen für 2026 in den Fokus. Verschiedene Optionen für die drei härtesten Mischungen (C1, C2 und C3) wurden gegeneinander abgewogen.
"Wir befinden uns jetzt in der entscheidenden Phase der Reifenentwicklung für 2026, und in Silverstone haben wir unsere Arbeit an der Konstruktion so gut wie abgeschlossen", erklärt Mario Isola, Pirellis Motorsportdirektor. "Jetzt werden wir wie üblich alle Daten analysieren und vor der Homologation, die für Anfang September vorgesehen ist, Schlussfolgerungen ziehen."
Nächster Reifentest bereits nach Ungarn Grand Prix
"Zusätzlich konnten wir die wahrscheinlichsten Optionen für die harten Mischungen auf der sehr reifenbelastenden Strecke von Silverstone vergleichen", so Isola weiter. "Dafür haben wir noch etwas Zeit, denn der im Reglement festgelegte Stichtag liegt im November."
Bevor die Reifen für die Saison 2026 finalisiert werden, plant Pirelli noch weitere Tests durchzuführen. Bereits direkt nach dem Grand Prix in Ungarn steht der nächste Reifentest an (5. und 6. August). Weitere werden zudem in Monza, Mugello und Mexiko abgehalten.



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