Formel 1

Formel 1, Grosjean versteht Crash nicht: Es macht keinen Sinn

Romain Grosjean sorgte mit seinem Unfall in Frankreich selbst für einen weiteren Rückschlag. Der Haas-Pilot in Erklärungsnot: Nichts Verrücktes gemacht.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Romain Grosjean war am achten Rennwochenende der Formel-1-Saison 2018 in Frankreich stärker aufgelegt als je zuvor in diesem Jahr. Doch auch beim zunächst so glänzend verlaufenden Heimspiel des Haas-Piloten ging im Qualifying wieder etwas in die Hose. Im Q3 überspannte er den Bogen und schmiss sein Auto beim ersten Run in Kurve drei weg.

"Ich fuhr in Kurve drei ein und verlor das Heck", erklärt der Bruchpilot, der mit der Front in die Streckenbegrenzung einschlug und seinem Zeittraining so ein vorzeitiges Ende setzte. Nachdem Grosjean ausgestiegen war unterbrach die Rennleitung zur Bergung des Fahrzeuges die Session. Für Grosjean war es das zweite Mal, dass ein positives Wochenende eine böse Wendung nahm.

Vor zwei Wochen war er in Kanada gut unterwegs, doch ein Defekt im Q1 beendete sein Qualifying bevor es richtig begonnen hatte. Bei dieser Pleite hatte der 32-Jährige eine offensichtliche Begründung parat. Für den eigenhändig geschossenen Bock in Le Castellet hingegen nicht. Es herrscht Erklärungsnot.

Grosjean nach Crash ratlos: Habe nichts Verrücktes gemacht

"Wir wissen nicht, was passiert ist", so Grosjean, der bei sich keinen Fehler finden konnte: "Es war derselbe Bremspunkt, dieselbe Kurveneingangsgeschwindigkeit, alles genauso wie in der Runde zuvor. Es gibt keine Erklärung dafür, es war auch dieselbe Linie und ich weiß wirklich nicht, was da passiert ist. "

"Es passierte ganz plötzlich, dann hat das Heck übersteuert und ich steckte mit der Nase in der Barriere. Wir müssen verstehen was passiert ist, denn ich habe wirklich nichts Verrücktes gemacht und es macht einfach keinen Sinn, dass ich das Heck auf diese Weise verloren habe", fügt er voller Ratlosigkeit an.

Was die ganze Angelegenheit noch frustrierender machte, war die Tatsache, dass der Schaden am VF-18 eine Weiterfahrt nicht einmal verhinderte. "Ich konnte das Auto nicht zurücksetzen. Wenn mir das gelungen wäre, hätte ich für eine neue Nase an die Box kommen und es nochmal versuchen können", erklärt Grosjean, dass er wie schon nach seinem Fauxpas in Baku den Rückwärtsgang nicht einlegen konnte.

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Grosjean hofft trotzdem auf erste WM-Punkte 2018 in Frankreich

Mit dem zehnten Startplatz hat er aber immer noch eine seiner besten Ausgangspositionen in diesem Jahr, obwohl der Haas auf dem Circuit Paul Ricard zu deutlich mehr in der Lage sein sollte. Grosjean hatte die vierte Startreihe für sich und seinen Teamkollegen Kevin Magnussen durchaus für möglich gehalten.

"Ich war mir sicher, dass wir die Positionen sieben und acht hätten erreichen können", so der Franzose, der seit Japan 2017 kein zählbares Ergebnis mehr eingefahren hat. "Es ist frustrierend. Wir hatten seit Australien nicht sonderlich viel Glück. Ich hatte gehofft, dass es dieses Wochenende endlich glatt läuft und so sah es auch aus. Aber das jetzt ist wirklich nicht, was wir wollten."

Im Rennen soll es trotzdem mit dem langersehnten Erfolgserlebnis klappen. "Ich will stolz sein auf mein Rennen und was auch immer wir erreichen. Egal ob es Platz sieben ist, weil wir super Pace hatten, oder nur Platz neun wenn wir sie nicht hatten. Aber meine ersten Punkte in Frankreich zu holen wäre auf jeden Fall schön", so Grosjean.


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