Formel 1

Formel 1, Reifen für Österreich: Ultrasoft-Attacke in Spielberg

Pirelli hat die Reifenwahl für das neunte Saisonrennen in Österreich bekanntgegeben. Der Ultrasoft ist die erste Wahl. Red Bull hält sich Soft-Option offen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Pirelli hat in der Woche vor dem Frankreich GP 2018 pünktlich die Reifenwahl der Formel-1-Teams für den gleich am Wochenende darauf folgenden Großen Preis von Österreich bekanntgegeben. Die neunte Station im Kalender auf dem Red Bull Ring markiert das zweite Rennen im Triple Header. Mercedes und Ferrari machen bei den Reifen keine Gefangenen.

Der italienische Reifenhersteller hat für das Rennen in der Steiermark die Mischungen Soft, Supersoft und Ultrasoft ausgewählt. Die 2016 neu asphaltierte Rennstrecke hat sich mit ihrer neuen Oberfläche in den vergangenen Jahren als sehr schonend für das schwarze Gold erwiesen. Dadurch herrscht bei den Teams weitestgehend Einigkeit was die Reifenwahl angeht.

Die Top-Teams von Mercedes und Ferrari schließen den Einsatz der härtesten Mischung aufgrund des sanften Asphalts bei ihrer Reifenwahl kategorisch aus. Beide Teams haben je einen Fahrer mit einem und einen mit zwei Sätzen des Softs ausgestattet. Damit dürfte klar sein, dass es dieser Reifen kaum bis in ihre Rennstrategien schafft.

Red Bull lässt sich Soft-Taktik offen

Bei Mercedes bekommen Hamilton und Bottas dafür je acht Sätze Ultrasoft, bei Ferrari gibt es für Vettel und Räkkönen je neun. Renault und Williams haben vom Ultrasoft sogar zehn Sätze pro Fahrer im Gepäck. Unter dem Strich haben alle zehn Teams bei ihrer jeweiligen Reifenwahl hauptsächlich auf den Ultrasoft gesetzt und gehen damit kaum Experimente ein.

Die größten Unterschiede bei den Top-Teams gibt es beim Supersoft. Hier hat Mercedes insgesamt sieben Sätze dabei, Ferrari nur fünf. Red Bull hingegen scheint sich als einziges Top-Team die Soft-Strategie zumindest offen zu lassen, so unwahrscheinlich ihr Einsatz auch auf dem Papier auch ist.

Sowohl Max Verstappen als auch Daniel Ricciardo können auf zwei Sätze Soft zurückgreifen. Damit können beide Fahrer je einen Satz im Training erproben und im Rennen gegebenenfalls auf einen weiteren zurückgreifen. Im Gegensatz zu Mercedes und Ferrari haben beide auch von den anderen Mischungen mit drei Soft und neun Supersoft jeweils eine identische Anzahl an Reifensätzen zur Verfügung.

McLaren und Haas im Mittelfeld mit anderen Strategien

Noch mehr Hoffnungen in die Soft-Mischung setzt McLaren. Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne haben mit je drei Sätzen Soft das größte Kontingent dieser Mischung auf Lager. Sauber hat bei Charles Lecler ebenfalls auf drei Sätze Soft gesetzt.

Eine ebenfalls etwas andere Strategie fährt auch Haas. Das Ferrari-Kundenteam hat für Kevin Magnussen und Romain Grosjean nur sieben Sätze Ultrasoft dabei - weniger hat kein anderes Team. Dafür haben die US-Amerikaner neun Sätze Supersoft dabei und damit wiederum mehr als jeder andere im Feld.


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