Formel 1

Red Bull dominiert Monaco-Training 2018: Vorsprung groß genug

Red Bull dominiert am Formel-1-Donnerstag in Monaco. Im Training waren Verstappen und Ricciardo oft schnell, warum es diesmal auch im Qualifying klappt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Mit 1:11,841 Minuten sicherte sich Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo im 2. Freien Training zum Monaco GP 2018 nicht nur Platz eins, sondern brach damit schon den Streckenrekord aus dem Vorjahr. Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen landete mit knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Rang zwei, während Sebastian Vettel als erster Red-Bull-Verfolger schon mehr als eine halbe Sekunde aufgebrummt bekam.

Dass Red Bull am Freitag stark ist, ist man inzwischen gewohnt. Doch Ferrari und Mercedes holen am Samstag auf, auch wegen den Qualifikations-Modi ihrer Motoren. Für die Pole Position reichte es für Red Bull deshalb noch nicht in dieser Saison. Doch beim Formel-1-Rennen in Monaco sieht die Sache anders aus, wie Motorsportberater Dr. Helmut Marko glaubt: "Der Vorsprung war so groß, dass wir auch hoffen können, den Partymodus zu überstehen."

Nicht nur, dass der Trainings-Vorsprung größer als oftmals in dieser Saison war, Red Bull darf auch noch auf einen anderen Faktor hoffen. "Aufgrund der Streckencharakteristik hat der Party Mode keine so große Auswirkung", freut sich Marko.

Ricciardo, Verstappen für Monaco-Qualifying optimistisch

Ricciardo stieg zwar gut gelaunt aus seinem RB14, traut dem Braten aber noch nicht so recht: "Am Samstag wird es enger, aber alles was wir heute machen konnten, das haben wir gemacht - nämlich an der Spitze sein. Beide Autos waren stark, aber du weißt nie, was die beiden anderen großen Teams machen. Aber wir sind da!"

Teamkollege Max Verstappen stimmt zu: "Sicher werden sie im Qualifying nah rankommen, aber wir können sicherlich auch noch besser." Besonders positiv am Donnerstag: "Das Auto war sofort gut. Wir hatten nicht zu viele Setup-Probleme, was auf einem Straßenkurs hilft."

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Während Verstappen in den letzten Jahren vor allem mit Unfällen in Monaco auffiel, musste er diesmal gar nicht so sehr ans Limit gehen: "Es ist ein gutes Gefühl, gleich schnell zu sein und nicht überpushen zu müssen. Es war im Vergleich zum letzten Jahr ein massiver Schritt nach vorne, ich fühle mich im Auto viel wohler."

Neben dem Party-Modus kann Red Bull eigentlich nur noch die Strategie gefährlich werden. "Aber der Hypersoft hat deutlich besser gehalten, als wir dachten", so Marko. Einen extrem späten Stopp schließt der Grazer aber dennoch aus. "Durchfahren kann man auf keinen Fall, ich erwarte keine Stopps in Runde 77." Red Bull steht vor der Frage: Start auf Hypersoft oder auf Ultrasoft. "Wir müssen sehen, dass wir die richtige Reifenwahl treffen, aber mit den Daten schaffen wir das bis Samstag", so Marko.


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