Formel 1

Formel 1 Monaco: Red Bull dominiert FP2, Vettel erster Jäger

Red Bull präsentiert sich auch im zweiten Monaco-Training in Topform. Wieder Rekord, wieder Doppelspitze. Sebastian Vettel und Ferrari erster Verfolger.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Bestzeit für Red Bull Racing auch im 2. Freien Training zum Monaco GP 2018 in Monte Carlo (am Sonntag live im Stream auf F1 TV Pro, bei RTL, im ORF, SRF und Live-Ticker von Motorsport-Magazin.com). Wie am Vormittag schnappte sich in der zweiten Formel-1-Session Daniel Ricciardo die Spitze vor Teamkollege Max Verstappen, unterbot seinen eigenen erst im FP1 aufgestellten Streckenrekord, nochmals.

Monaco: Max Verstappen komplettiert Top-Ergebnis für Red Bull

Nach keiner halben Stunde hatte das Training wegen eines altbekannten Monaco-Problems für 15 Minuten unterbrochen werden müssen (Details dazu im Abschnitt Zwischenfälle).

Die Platzierungen: Hinter dem neuen Monaco-Rekord von Ricciardo, mit 1:11.841 Minuten zum ersten Mal im Fürstentum unter der 1:12er-Marke, belegte Verstappen mit einem Rückstand von 0,194 Sekunden den zweiten Platz. Dem ersten Nicht-Red-Bull – Sebastian Vettel – fehlten auf P3 bereits stolze 0,572 Sekunden auf die Spitze. Damit hatte Ferrari immerhin ein Drittel des gewaltigen Rückstands aus dem ersten Training abgefeilt.

Formel 1 2018: Lewis Hamilton zu Ferrari?: (06:37 Min.)

Vor allem jedoch holte Ferrari damit den Status als vorläufig zweite Kraft zurück von Mercedes. Lewis Hamilton musste sich als Vierter seinem großen WM-Rivalen Vettel dieses Mal geschlagen geben, allerdings nur um gut eine Zehntel. Damit lag der Weltmeister einen Wimpernschlag (0,007 Sek.) vor dem zweiten Ferrari von Kimi Räikkönen. Valtteri Bottas hechelte wie schon am Morgen etwas hinterher, belegte dieses Mal immer wieder P6 vor den Renault und McLaren.

Monaco: Renault vs. McLaren im engen Fight in Top-10, Haas enttäuscht

Diese beiden Teams komplettierten in der Reihenfolge Nico Hülkenberg, Stoffel Vandoorne, Fernando Alonso und Carlos Sainz die Top-10, lagen allesamt innerhalb nur eineinhalb Zehnteln. Rückstand dieser Gruppe auf die Spitze: 1,2 Sekunden. Hinter den Top-10 sortierten sich eng beisammen die Toro Rosso und Force India ein während Haas enttäuschte und mit Sauber und Williams um die hinteren Ränge stritt.

Mal wieder: Monaco-Gullydeckel löst sich

Die Zwischenfälle: Romain Grosjean sorgte früh zumindest für einen Mini-Moment, ließ die Hafenschikane aus. Nach 25 Minuten küsste dann Lance Stroll leicht die Mauer - kein Drama. Dann aber plötzlich rote Flaggen. Die Strecke müsse zwischen Kurve vier und fünf repariert werden, klärte die Rennleitung die Verwirrung auf, stand doch nirgends ein havariertes Auto in der Leitplanke. Ein Funkspruch Red Bulls an Verstappen deckte dann alles auf: Ein Gullydeckel hatte sich gelöst. Mal wieder, kennt man aus Monaco.

Grosjean fährt Verstappen über Frontflügel, Räikkönen flucht auf Williams-Verkehr

Während der Unterbrechung für Schweißarbeiten tickte die Uhr wie gewohnt weiter herunter. Erst nach exakt 15 Minuten ging es weiter, sodass das Longrun-Programm der Teams durchaus kräftig gestört wurde. Nach Wiederaufnahme der Session leistete sich Brendon Hartley eine leichte Mauerberührung in Kurve eins. In der Haarnadel kam es dann zum ersten Kontakt zwischen zwei Boliden: Romain Grosjean und Max Verstappen berührten sich leicht. "Er ist einfach über meinen Frontflügel gefahren", fluchte Verstappen. Ein kleines Teil ging dabei verloren - was den Niederländer aber nicht an weiteren Top-Sektorzeiten hinderte.

Fluchend unterwegs auch Kimi Räikkönen. Mehrfach geriet er in Verkehr, bekam so nie eine Runde zusammen. Vor allem ein Auto regte den Finnen richtig auf. "Die ganze Zeit ist es derselbe verdammte Williams", raunzte der Ferrari-Pilot am Boxenfunk. Für kurze gelbe Flaggen sorgte kurz darauf ein folgenloser Ausrutscher Hamiltons in der Hafenschikane.

Das Wetter: Leicht veränderte Streckenbedingungen gegenüber dem Vormittag. Noch immer hingen über den Bergen dicke Dunstschleier, es herrschte leichte Bewölkung. Dennoch erhitzte sich der Asphalt im FP2 sogar auf bis zu 42 Grad Celsius. Die Außentemperatur betrug 23 Grad. Es herrschte nahezu Windstille bei weiter hoher Luftfeuchtigkeit von bis zu 72 Prozent.


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