Formel 1

Formel 1, Boxenunfall - FIA verdonnert Ferrari: Saftige Strafe

Ferrari ist für den Unfall beim Boxenstopp Kimi Räikkönens in Bahrain zu einer saftigen Geldstrafe durch die FIA verurteilt worden: Verletzung verursacht.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Ferrari kassiert für den verpatzen Boxenstopp von Kimi Räikkönen beim Bahrain GP 2018 der Formel 1 eine saftige Geldstrafe. 50.000 Euro muss die Scuderia blechen, weil der Rennstall Kimi Räikkönen in die Fastlane entlassen hatte, obwohl der Wechsel aller vier Reifen längst nicht abgeschlossen war. Im Fachjargon heißt das: Unsafe Release.

Das teilte die FIA um 22:30 Uhr Ortszeit in Bahrain in einer Aussendung mit. Zur Urteilsbegründung heißt es in dem Dokument zum gebrochenen Artikel 28.13 a) des Sportlichen Reglements: "Das Team hat das Auto auf eine Art und Weise freigegeben, die Teampersonal gefährdet und eine Verletzung verursacht hat."

Tatsächlich brach sich bei dem Vorfall ein Mechaniker Schien- und Wadenbein, wie Ferrari selbst gut zwei Stunden nach dem Unfall mitteilte. Francesco, so der Name des zuständigen Mechanikers für das rechte Hinterrad bei Kimi Räikkönens SF71H, war durch die Gewalt des losdonnernden Ferrari von den Beinen gerissen worden und hart auf den Asphalt der Boxengasse geknallt.

Schon im Freien Training hatte Ferrari eine Unsafe Release am Auto von Kimi Räikkönen verantwortet. Bei diesem Fall war die Scuderia einer Strafe jedoch entgangen, weil sie den Finnen rechtzeitig informiert hatte und Räikkönen den Ferrari ohnehin nicht wie ein wilder mit lockerem Rad um den Bahrain International Circuit gejagt, sondern sogar bei der ersten sicheren Gelegenheit am Streckenrand abgestellt hatte.


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